Geständnis: Viktor Giacobbo führte Scheinehe mit Lesbe
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GeständnisViktor Giacobbo führte Scheinehe mit Lesbe

Der Satiriker gesteht, dass er vor Jahrzehnten eine Ausländerin geheiratet hat, damit diese mit ihrer Freundin zusammen sein konnte.

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vro/chk
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Viktor Giacobbo gestand in einem Podcast des «Tages-Anzeigers» vom 5. Dezember 2019, dass er vor Jahrzehnten eine Scheinehe eingegangen ist.

Viktor Giacobbo gestand in einem Podcast des «Tages-Anzeigers» vom 5. Dezember 2019, dass er vor Jahrzehnten eine Scheinehe eingegangen ist.

Keystone/Gaetan Bally
Er nahm eine Ausländerin zur Frau, die mit ihrer Partnerin in der Schweiz lebte und regelmässig ausreisen musste.

Er nahm eine Ausländerin zur Frau, die mit ihrer Partnerin in der Schweiz lebte und regelmässig ausreisen musste.

Keystone/Alexandra wey
Nach sieben Jahren endete die Scheinehe schliesslich.

Nach sieben Jahren endete die Scheinehe schliesslich.

Keystone/Gaetan Bally

Viktor Giacobbo hat vor 30 Jahren eine Frau geheiratet, mit der er nie in einer Wohnung lebte. Das gestand er am Donnerstag in einem Podcast des «Tages-Anzeigers». Die Scheinehe ging er ohne Gegenleistung ein, wie er sagt. «Ich habe eine Ausländerin geheiratet, damit sie in der Schweiz bleiben konnte. Sie war mit einer Frau zusammen. Weil die beiden nicht heiraten durften, musste sie immer wieder ausreisen.»

Er habe das Paar gut gekannt, die beiden seien nach wie vor zusammen, erzählt der Kabarettist weiter. Die Trauung habe er nur mit Freunden gefeiert, die eingeweiht waren. Als Hochzeitsgeschenk gab es für Giacobbo eine Fritteuse.

«Ja, das war eine Scheinehe gewesen, aber die ist nun verjährt. Das war vor 30 Jahren», gesteht der Komiker. Giacobbo habe keine Gegenleistung für den Weg aufs Standesamt verlangt. Er habe auch nie mit seiner «Frau» zusammengewohnt. Er sagt im «Tages-Anzeiger»-Podcast: «Wäre ein Beamter vorbeigekommen, hätte ich ihm gesagt, dass es ihn nichts angehe, mit wem ich zusammen bin – hau doch ab!»

Nicht mehr strafrechtlich relevant

Nach sieben Jahren war die Scheinehe schliesslich vorbei, Giacobbo und seine Angetraute trennten sich. Das feierten die beiden ebenfalls: «Es gab ein Scheidungsfest. Und nochmals eine Fritteuse.»

Konsequenzen hat der Satiriker heute nicht zu befürchten. «Die Sache ist längst verjährt», sagt er. Gemäss dem Zürcher Milieu-Anwalt Valentin Landmann sind Scheinehen nach acht Jahren nicht mehr strafrechtlich relevant.

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