Pro-Komitee – Künstler kämpfen für ein Ja zum Covid-19-Gesetz
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Pro-KomiteeKünstler kämpfen für ein Ja zum Covid-19-Gesetz

Die Gegner des Covid-19-Gesetzes dominieren derzeit die Debatte. Jetzt hat sich ein Ja-Komitee gebildet. Mit dabei ist der Satiriker Viktor Giacobbo.

von
Pascal Michel
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Das Sujet des Ja-Komitees.

Das Sujet des Ja-Komitees.

Auf Twitter äussert sich der Satiriker Viktor Giacobbo regelmässig zur Pandemie-Politik. Jetzt engagiert er sich auch politisch im Ja-Komitee.

Auf Twitter äussert sich der Satiriker Viktor Giacobbo regelmässig zur Pandemie-Politik. Jetzt engagiert er sich auch politisch im Ja-Komitee.

Urs Jaudas

Darum gehts

  • Am 28. November kommt das Covid-19-Gesetz an die Urne.

  • Es regelt unter anderem den Einsatz des Zertifikats.

  • Der Widerstand gegen das Gesetz ist bereits bestens organisiert.

  • Ein Ja-Komitee mit Viktor Giacobbo will nun Gegensteuer geben.

Die Kräfte, die das Covid-19-Gesetz am 28. November an der Urne kippen wollen, geben bereits Vollgas. Am Dienstag legten die «Freunde der Verfassung» sowie Vertreter von «Mass-voll» ihre Argumente dar. Und bereits am Freitag hat die SVP zu einer Pressekonferenz geladen. Provokativer Titel der Veranstaltung: «Nein zur Spaltung der Gesellschaft und Nein zur totalen Macht für den Bundesrat».

Bei den Befürwortern blieb es bisher ruhig. Bei Politikerinnen und Politikern war wenig Begeisterung spürbar, sich für die emotionale Abstimmung ins Feld zu werfen. Beim Covid-19-Gesetz steht besonders der Passus im Fokus, der die Grundlagen für den Einsatz des Covid-Zertifikats schafft. Mit einem Nein wollen SVP wie «Freunde der Verfassung» erreichen, dass das Zertifikat im März 2022 nicht mehr eingesetzt werden dürfte.

Viktor Giacobbo engagiert sich

Nun wird aber das Ja-Lager doch noch aktiv, wie 20 Minuten erfahren hat. Ein Ja-Komitee aus der Zivilgesellschaft hat sich formiert. Und auch ein überparteiliches Komitee plant demnächst unter der Führung der FDP an die Öffentlichkeit zu gelangen.

Die Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft will etwa mit dem Argument überzeugen, dass das Zertifikat «endlich wieder Kultur für alle» ermögliche. Ihr Plakatsujet zeigt dementsprechend ein Zertifikat mit QR-Code, darunter wird darauf hingewiesen, die Abstimmung nicht zu vergessen.

In der Gruppierung, die sich für «Freiheit, Pandemiebekämpfung, Sicherheit, Aufklärung, Wissenschaft und Demokratie» stark macht, machen auch prominente Köpfe mit wie der Satiriker Viktor Giacobbo und der Regisseur Luki Frieden. Wobei Giacobbo nach Erscheinen dieses Artikels in einem Tweet Wert auf die Differenzierung legt, dass er das Anliegen des Komitees zwar unterstütze, aber keine Lead-Funktion übernehmen werde.

Freidenker sind mit dabei

Ebenfalls in der Gruppe sitzen die Freidenker. Deren Plakat-Kampagne mit dem «Freiheitsimpfler» (20 Minuten berichtete) sorgte bereits für Schlagzeilen.

Der Abstimmungskampf dürfte hochemotional geführt werden. Bundespräsident Guy Parmelin hatte bereits vor einer Ablehnung des Gesetzes gewarnt. Es gebe keinen Plan B, sagte er vor den Medien.

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