Hearst Estate - Villa aus «Der Pate» und «Bodyguard» steht zum Verkauf
Kommt dir dieses Haus bekannt vor? Dann hast du es wahrscheinlich schon in Hollywood-Filmen gesehen.

Kommt dir dieses Haus bekannt vor? Dann hast du es wahrscheinlich schon in Hollywood-Filmen gesehen.

Jim Bartsch
Publiziert

Nach KonkursIkonische Villa aus «Der Pate» und «Bodyguard» steht zum Verkauf

Im Hearst Estate haben schon John und Jackie Kennedy ihre Flitterwochen verbracht und Beyoncé Videos gedreht. Zwei Jahre nach dem Bankrott des Besitzers wird es jetzt verkauft.

von
Meret Steiger

Es ist eines der berühmtesten Häuser in Kalifornien: In dieser Villa wurden nicht nur verschiedene Szenen für «Der Pate» und «Bodyguard» gedreht, das Haus hat eine bewegte Geschichte mit diversen Liebespaaren, Fremdgängern und Musikvideos. Gebaut wurde es vom Medienmogul und Kongressabgeordneten William Randolph Hearst. Hearst hatte 1917, als 53-Jähriger, eine Affäre mit der 19-jährigen Schauspielerin Marion Davies – und zog einige Jahre später mit ihr in das Haus in San Simeon in Kalifornien.

Das ursprünglich als «The Beverly House» bekannte Anwesen spielte danach in diversen Filmen eine Rolle: Nebst «Der Pate» und «Bodyguard» kommt es auch im Musical-Film «Black is King» mit Beyoncé vor. 1953 verbrachten John und Jackie Kennedy hier einen Teil ihrer Flitterwochen – Jackie Kennedy war von dem Anwesen so begeistert, dass sie daraufhin einen vierseitigen Dankesbrief an Hearst verfasst hat. Er ist gerahmt und befindet sich bis heute im Haus. Später wurde das Haus auch als Kampagnenzentrum für Kennedys Präsidentschafts-Wahlkampf genutzt.

Ein Haus mit eigenem Nachtclub

Das 14’000-Quadratmeter-Grundstück befindet sich hinter einem eisernen Eingangstor. Der Weg führt an einem Pförtnerhaus mit fünf Zimmern vorbei, ehe man das riesige Hauptgebäude betritt: Es umfasst mehr als 2700 Quadratmeter, neun Schlafzimmer und die in den USA üblichen zahlreichen Bäder: Ganze 15 WCs oder Badezimmer gibts im Haus. Das Wohnzimmer hat hohe, handbemalte Decken, ebenfalls die beeindruckende zweistöckige Bibliothek.

Alles im Hearst Estate ist opulent: Hier das Wohnzimmer mit 6,7 Meter hohen Decken.

Alles im Hearst Estate ist opulent: Hier das Wohnzimmer mit 6,7 Meter hohen Decken.

Jim Bartsch
Die Decke ist handbemalt.

Die Decke ist handbemalt.

Jim Bartsch
Besonders beeindruckend ist auch die zweistöckige Bibliothek. Der Teppich und die Decke sind hier im gleichen Muster gehalten.

Besonders beeindruckend ist auch die zweistöckige Bibliothek. Der Teppich und die Decke sind hier im gleichen Muster gehalten.

Jim Bartsch

Es gibt im Haus verteilt acht Cheminées, eines davon im Billardzimmer. Dort befindet sich auch ein Billardtisch von 1868, den es so nur noch dreimal auf der ganzen Welt gibt. Ein besonderer Hingucker ist aber der Art co Nachtclub: Er ist inspiriert von Hugh Hefners ehemaligem Nachtclub, dem Touch.

Platz für bis zu 1000 Gäste

Im Hearst Estate wurden schon rauschende Partys gefeiert. Kein Wunder: Im Garten rund um den Pool in Olympia-Grösse hat es Platz für bis zu 1000 Menschen. Dazu kommen diverse Springbrunnen, Pergolen und ein Tennisplatz. Falls einige der zahlreichen Gäste bleiben wollen, gibt es auf dem Grundstück auch noch zwei Gästehäuser, das Poolhaus und das zweistöckige Pförtnerhaus.

Richtig gelesen: Neben dem Haupthaus gibt es auf dem riesigen Grundstück noch zwei Gästehäuser, ein Poolhaus und ein Pförtnerhaus.

Richtig gelesen: Neben dem Haupthaus gibt es auf dem riesigen Grundstück noch zwei Gästehäuser, ein Poolhaus und ein Pförtnerhaus.

Jim Bartsch
Das ist antürlich nicht alles: Es gibt diverse Blumenbeete, Statuen …

Das ist antürlich nicht alles: Es gibt diverse Blumenbeete, Statuen …

Jim Bartsch
… und Springbrunnen, die überall ausserhalb des Hearst Estate verteilt sind.

… und Springbrunnen, die überall ausserhalb des Hearst Estate verteilt sind.

Jim Bartsch

In den vergangenen 40 Jahren gehörte das Haus Financier und Anwalt Leonard M. Ross, der 2019 bankrott gegangen ist. Seit da wird versucht, für das Hearst Estate einen Käufer oder eine Käuferin zu finden. Im August 2020 lag der Kaufpreis noch bei 125 Millionen, im April dieses Jahres wurde er auf knapp 90 Millionen Dollar gesenkt, im Juni dann erneut auf 70 Millionen. Nach dieser Kaufpreissenkung gingen diverse Angebote ein, das Konkursgericht akzeptierte Angebote ab 47 Millionen Dollar. Noch hofft man aber, das durch die finale Versteigerung ein höherer Preis für das sagenhafte Anwesen erzielt werden kann.

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