«Villeneuve muss blockiert werden»
Aktualisiert

«Villeneuve muss blockiert werden»

Das Formel-WM-Finale 1997 in Jerez war geprägt von Skandalen und Ungereimtheiten. Jetzt hat der damalige Sauber-Pilot Norberto Fontana eine weitere Bombe platzen lassen.

In einem vielbeachteten Interview in seiner Heimat Argentinen bezichtigt er den Ferrari-Rennstall unsauberer Methoden, wie www.motorline.cc berichtet.

Die Ausgangslage des damaligen Showdowns im letzen Rennen: Sowohl Michael Schumacher auf Ferrari als auch Jaques Villeneuve auf Williams hatten noch Chancen auf den Weltmeister-Titel. Würde Villeneuve ausfallen, wäre Schumacher Weltmeister, selbst wenn er auch ausfallen würde. Diese Variante versuchte Schumacher auch indem er Villeneuve - allerdings erfolglos - zu rammen versuchte.

Nun behauptet der damalige Sauber-Fahrer Norberto Fontana, dass Ferrari vor dem Rennen von Sauber - damals noch mit Ferrari-Motor - verlangte, dass die Fahrer während des Rennens Villeneuve blockieren sollten, sobald er hinter ihnen auftauchen würde. Ferrari-Rennleiter Jean Todt soll gesagt haben: «Es ist eine strikte Anweisung von Ferrari, dass Villeneuve blockiert werden muss, wenn er hinter euch auf der Strecke auftaucht». Fontana soll dann Villeneuve tatsächlich bei drei oder vier Kurven aufgehalten haben, was er heute bereut.

Das Ende der Geschichte ist bekannt: Schumacher wurde wegen seinem Rammstoss von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen und Weltmeister wurde doch Jaques Villeneuve.

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