Villepin darf nicht mehr mit Chirac reden

Aktualisiert

Villepin darf nicht mehr mit Chirac reden

Die französische Justiz hat Ex-Premier Dominique de Villepin wegen seiner mutmasslichen Verwicklung in eine politische Affäre den Kontakt zu Ex-Präsident Jacques Chirac untersagt.

Ausserdem solle Villepin 200 000 Euro Kaution zahlen, berichteten französische Medien am Samstag. Der frühere Regierungschef legte dagegen Berufung ein.

Villepin war am Freitag erneut im Rahmen der Clearstream-Affäre verhört worden. Er wird verdächtigt, den damaligen Innenminister und Rivalen Nicolas Sarkozy verleumdet zu haben. Dazu soll Villepin der Justiz über Mittelsmänner gefälschte Listen mit Geheimkonten zugespielt haben, auf denen auch Sarkozys Name auftauchte.

Chirac, der von der Affäre gewusst haben soll, will sich nicht als Zeuge äussern. Er beruft sich auf die Immunität, die er in der fraglichen Zeit als Staatschef genossen hat.

(sda)

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