UBS: Villiger provoziert «Laien» aus Politik

Aktualisiert

UBSVilliger provoziert «Laien» aus Politik

Der Staat durfte nur ein Jahr mitreden: 2009 steht es der UBS wieder frei, die Höhe der Boni zu bestimmen.

Beim Aushandeln des Rettungspakets im Herbst 2008 verzichtete Bundesrätin Widmer-Schlumpf auf wei­tere Mitbestimmungsrechte. Die Finma bestätigt gegenüber «Sonntag», die Finanzmarktaufsicht habe vom Bundesrat für 2009 kein entsprechendes Mandat erhalten. Daher konnte die UBS die Saläre von Investmentbankern vor kurzem um bis zu 50% erhöhen. UBS-Präsident Kaspar Villiger konterte auf die Kritik von Politikern: «Die Profis wissen, was zu tun ist.» Diese Arroganz könnte nun zum Bumerang werden: 18 Ständeräte – darunter viele aus CVP und SVP – wollen am Mittwoch der Motion zustimmen, die das Lohnniveau der UBS-Manager auf jenes der Bundes­betriebe senken will.

150 Mio Fr für UBS-Sozialplan

Heute präsentieren die Angestelltenverbände ihre Vorschläge, wie die UBS Entlassungen vermeiden könnte. Die Grossbank dürfte 1500 Mitarbeiter entlassen und weitere 1000 Stellen durch natürliche Fluktuation einsparen. In den nächsten zwei ­Wochen wird die UBS gemäss «SonntagsZeitung» jene informieren, die die Kündigung erhalten. Ein Sozialplan steht bereit. Er wird die Grossbank zwischen 50 und 150 Mio. Franken kosten.

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