UBS-Debakel: Villiger soll vorzeitig gehen
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UBS-DebakelVilliger soll vorzeitig gehen

Eine UBS-Aktionärsgruppe soll die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung gefordert haben, um Kaspar Villiger an der Spitze der Bank vorzeitig abzulösen.

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Axel Weber (rechts) soll möglichst schnell Kaspar Villiger an der Spitze der UBS ablösen, fordern Aktionäre.

Axel Weber (rechts) soll möglichst schnell Kaspar Villiger an der Spitze der UBS ablösen, fordern Aktionäre.

Der frühere Bundesbank-Präsident Axel Weber tritt womöglich früher als geplant in die Führung der Schweizer Grossbank UBS ein. Eine Aktionärsgruppe habe die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung gefordert, um Webers Wahl in den Verwaltungsrat vorzuziehen, berichtete die «Financial Times Deutschland». Die Zeitung zitiert auch Dominique Biedermann von der Anlagestiftung Ethos, der fordert, dass Axel Weber «so schnell wie möglich in den Verwaltungsrat gewählt werden» sollte. Bislang war die Wahl für Mai 2012 vorgesehen.

Grund für die Eile seien die schweren Turbulenzen, in welche die UBS nach dem Rücktritt von Konzernchef Oswald Grübel gestürzt sei, schrieb die Zeitung. Grübel hatte damit auf den Skandal um einen Londoner Händler der Bank reagiert, der mit nicht genehmigten Spekulationen 1,6 Milliarden Euro verloren hatte.

(whr/dapd)

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