Aktualisiert 07.10.2018 20:23

Super SundayVilliger trotz Affäre in die Regierung gewählt

Am Super Sunday im Kanton Zug werden die Karten in der Zuger Politik neu gemischt: Alle politischen Gremien werden neu gewählt.

von
gwa
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Trotz ausserehelicher Affäre hat der CVP-Kandidat Beat Villiger den Sprung in die Zuger Regierung geschafft. Er landete mit 18'440 Stimmen auf dem dritten Platz.

Trotz ausserehelicher Affäre hat der CVP-Kandidat Beat Villiger den Sprung in die Zuger Regierung geschafft. Er landete mit 18'440 Stimmen auf dem dritten Platz.

Keystone/urs Flueeler
Martin Pfister (CVP) erzielte mit 21'679 das beste Resultat im Kanton.

Martin Pfister (CVP) erzielte mit 21'679 das beste Resultat im Kanton.

Keystone/Urs Flueeler
Heinz Tännler (SVP) holte 19'042 Stimmen.

Heinz Tännler (SVP) holte 19'042 Stimmen.

Keystone/Alexandra wey

Die aussereheliche Affäre hat dem Zuger Regierungsrat Beat Villiger nicht geschadet. Der CVP-Kandidat landete bei den Zuger Regierungsratswahlen auf dem dritten Platz. Allerdings dürften viele brieflich – und somit vor seinem Geständnis – gewählt haben. Ob Villiger in Zukunft Regierungsrat bleiben wird, ist jedoch noch unklar: Er benötige noch einige Tage Bedenkzeit, um einen Entscheid zu fällen, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Fast alle Kandidaten schaffen absolutes Mehr

Mit Abstand am meisten Stimmen erhielt Martin Pfister (CVP, 21'679). Auf ihn folgen Heinz Tännler (SVP, 19'042), Beat Villiger (18'440) und Stephan Schleiss (SVP, 18'236). Auch eine Frau wird künftig im Zuger Regierungsrat mitwirken: Silvia Thalmann-Gut von der CVP erzielte 16'405 Stimmen. Die beiden letzten Regierungsratssitze gehen an Andreas Hostettler (FDP, 15'148) und Florian Weber (FDP, 15'087).

Linke nicht mehr in der Regierung

Das absolute Mehr von 11'407 Stimmen erreichten auch SP-Frau Barbara Gysel (13'171) und ALG-Kandidat Andreas Hürlimann (12'856). Die Wahl in die Regierung schafften sie jedoch nicht. Daniel Stadlin (GLP) hat als einziger Kandidat das absolute Mehr nicht erreicht: Er erhielt 9622 Stimmen. Die Wahlbeteiligung im Kanton lag bei 43,72 Prozent. Mit 54,03 Prozent war die Beteiligung in der Gemeinde Menzingen am höchsten. In Risch lag die Wahlbeteiligung am tiefsten: Dort gaben 32,47 Prozent der Bevölkerung ihre Stimmen ab.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass die kommenden vier Jahre kein linker Vertreter mehr in der Zuger Regierung sitzt. Die ALG konnte ihren bisherigen Sitz wegen dem schlechten Abschneiden von Andreas Hürlimann nicht halten. (gwa/sda)

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