Aktualisiert 29.04.2008 09:40

Virginia von Tornados heimgesucht

Gleich drei Tornados haben im US-Staat Virginia eine Spur der Verwüstung hinterlassen und mehr als 200 Menschen verletzt.

Die Stürme am Montag entwurzelten Bäume, rissen Strommasten um und deckten Dächer ab. Gouverneur Timothy Kaine rief für die betroffene Region im Südosten des Staates den Notstand aus.

Der Meteorologe Bryan Jackson vom Nationalen Wetterdienst erklärte, der stärkste Wirbelsturm habe am späten Nachmittag zwischen Suffolk und Norfolk auf einer Strecke von 40 Kilometern schwere Schäden angerichtet. In Norfolk räumte die Polizei mehrere Ortsteile und sperrte Strassen, die wegen abgerissener Stromleitungen nicht befahrbar waren. Mehrere tausend Menschen im Bezirk Brunswick waren noch Stunden nach dem Sturm ohne Strom.

Buschbrände in Kalifornien

Unterdessen verhinderte die Feuerwehr im Süden von Kalifornien im Santa Anita Canyon mit letztem Einsatz das Übergreifen der Flammen eines ausgedehnten Buschbrandes auf einen Vorort von Sierra Madre. 1000 Menschen hatten zuvor vorsorglich ihre Häuser verlassen, die Schulen in dem 11 000 Einwohner zählenden Ort blieben geschlossen.

Bürgermeister Kurt Zimmerman war am Montag noch ganz aufgewühlt, als er über den Kampf der Feuerwehrleute berichtete. «Heute Morgen waren die Flammen wenige Meter von unsere Häusern im Canyon entfernt, aber die Feuerwehrleute bildeten mit ihren Körpern und ihren Löschfahrzeugen eine Mauer. Es war eine Barrikade aus Stahl, Wasser und menschlichem Fleisch und Blut, die das Feuer gestoppt hat.»

Trotz dieses Erfolges konnte sich das Feuer insgesamt zunächst weiter ausbreiten. Es wurde erwartet, dass es noch mehrere Tage dauert, bis es ganz unter Kontrolle ist. (dapd)

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