Aktualisiert 24.05.2007 18:58

Virtual Earth will mit 3D-Städten punkten

Microsoft geht mit seiner Weltkartensoftware Virtual Earth in die Offensive. Bereits Ende Juni werden 100 Grossstädte in einem fotorealistischen 3D-Modus zu bestaunen sein.

«Das Abbilden unserer Welt in virtueller digitaler Form wird den Umgang der Menschen mit ihrem Computer noch einmal radikal verändern», erklärt Stephen Lawler, General Manager Virtual Earth. Habe man zunächst über Portale wie Yahoo oder AOL und dann über textbasierte Suchmaschinen nach Informationen gesucht, ergäben sich durch die multimediale Vernetzung ganz neue Möglichkeiten, so Lawler. Wie Google und anderen Anbietern schwebt Microsoft ein virtueller Welt-Stadtplan vor, der mit Informationen über öffentlich genutzte Gebäude, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Kinos und anderen Daten gefüttert wird. Auch Echtzeit-Informationen wie Wetter- oder Verkehrsbedingungen sollen zukünftig in der virtuellen 3D-Welt abgebildet und abgerufen werden können.

Microsofts Pläne sehen vor, innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 3'000 hochaufgelöste 3D-Städte in das bestehende Kartenmaterial von Virtual Earth zu integrieren. Den Anfang bilden neben dem Ursprungsort des Projekts, dem österreichischen Graz, zumeist US-amerikanische Städte. Schon 2008 sollen aber eine Reihe von europäischen Städten folgen. Für die detailgenaue Kartierung setzt Microsoft auf eine einzigartige digitale 216-Megapixel-Luftbildkamera. Die Eckdaten zum von der Kamera geschossenen Bildmaterial sind dabei gewaltig. So kann jedes Bild mit einer Auflösung von 14.430 Pixel mal 9.460 Pixel aufwarten, was 432 Megabyte in Anspruch nimmt. (mbu/pte)

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