Virtuelles Joggeli-Stadion mit Schönheitsfehlern
Aktualisiert

Virtuelles Joggeli-Stadion mit Schönheitsfehlern

Heute erscheint
das Fussballgame «Uefa
Euro 2008». Doch beim
virtuellen Joggeli
stimmen viele Details
nicht.

von
Jonas Hoskyn

Die Vorfreude auf das Videogame «Uefa Euro 2008» war gross: Zum ersten Mal kann man in einem virtuellen St.-Jabob-Park auf Torjagd gehen und vor der Muttenzerkurve jubeln. Doch schon die ersten offiziellen Screenshots dämpften die Freude. «Das ist sicher nicht der St.-Jakob-Park», sagt Jonas Blechschmidt von Basel United. Dass der neue Turm fehlt, ist noch der kleinste Schnitzer. Das computeranimierte Stadion verfügt im Gegensatz zu seinem realen Pendant über einen Spielereingang in der Haupttribüne, dafür fehlt die bekannte «Senftube». Und die beiden Marathontore stehen auf der falschen Seite des Tores. «Ausserdem sind bei uns die Sitze dichter gestaffelt», so Blechschmidt.

Bei Spielentwickler Electronic Arts kann man sich das nicht erklären. «Wir versuchen die Stadien immer so originalgetreu wie möglich nachzubilden», sagt Pressesprecher Nick Pothmann. «Normalerweise schicken wir extra einen Fotografen.» Davon weiss man bei Basel United nichts. Auch sonst habe es keinerlei Kontakt gegeben. Immerhin einen Pluspunkt kann das Spiel verbuchen: Das Altersheim Tertianum sorgt für eine heimelige Atmosphäre.

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