Aktualisiert 07.06.2006 15:18

Visa-Affäre: Schweiz erhebt Anklage

In der Visa-Affäre in der Schweizer Botschaft von Islamabad, Pakistan, hat die Bundesanwaltschaft ein Verfahren gegen Unbekannt eröffnet. Dabei geht es um den Verdacht auf passive Bestechung.

Es bestehe «beründeter Verdacht auf strafbare Handlungen», sagte BA-Sprecher Hansjürg Mark Wiedmer. Deshalb sei in der vergangenen Woche formell ein Verfahren eröffnet worden.

Die BA sei von Anfang an in engem Kontakt mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und der pakistanischen Polizei gestanden.

Im Mai war ein regelrechter Visa-Handel an der Botschaft in Islamabad aufgeflogen. In der Folge wurde das gesamte Personal ausgewechselt - sowohl in der pakistanischen Hauptstadt wie auch im Generalkonsulat in Karachi.

Strafbare Handlungen von Schweizer Mitarbeitern wurden laut EDA nicht festgestellt. Gegen den Botschafter in Islamabad, Denis Feldmeyer, seinen Vorgänger und den Kanzleichef eröffnete das Aussenministerium jedoch Disziplinaruntersuchungen. (sda)

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