Aktualisiert 14.07.2012 14:41

ProvisionVisa und Co. zahlen Milliarden

Mit einem Vergleich haben die beiden führenden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard sowie mehrere Banken einen jahrelangen Gebührenstreit mit Händlern beigelegt.

Müssen blechen: Plastikgeld-Firmen Visa und Mastercard.

Müssen blechen: Plastikgeld-Firmen Visa und Mastercard.

Gemäss Gerichtsdokumenten des zuständigen Gerichts in New York haben sich Visa, Mastercard und verschiedene Banken auf einen Vergleich geeinigt, der Visa vier Milliarden und Mastercard zwei Milliarden Dollar kostet. Die Anwaltskanzlei Robins, Kaplan, Miller & Cires teilte am Freitag mit, dass rund sieben Millionen Händler Geld aus einem 7,25 Milliarden Dollar umfassenden Fonds erhalten sollen.

Zu den Banken, die in den Vergleich einwilligten, gehören unter anderen JPMorgan Chase, Bank of America, Citibank, Wells Fargo und Capital One.

«Tiefere Preise für Konsumenten»

Die Händler erkämpften zudem eine Lockerung der Vorschriften der Kreditkartenfirmen. So sollen sie unter anderem künftig selbst Zuschläge auf Transaktionen mit Kreditkarten erheben. Die Kläger hatten den Kreditkartenfirmen und Banken vorgeworfen, die Gebühren bislang unrechtmässig festgelegt zu haben.

Die Änderungen, die durch den Vergleich erzielt worden seien, stärkten die Position der Händler und Verbraucher gegenüber den Banken, die bislang das Kreditkartensystem kontrolliert hätten, sagte ein Anwalt der Händler. Längerfristig würden dadurch die Gebühren für die Händler sinken, was sich letztlich «in niedrigeren Preisen für alle Verbraucher» niederschlagen werde.

(sda)

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