Vision einer Spitalregion Luzern-Obwalden-Nidwalden
Aktualisiert

Vision einer Spitalregion Luzern-Obwalden-Nidwalden

Die Regierungen von Luzern, Obwalden und Nidwalden wollen in der Spitalplanung stärker zusammenarbeiten.

Angepeilt wird ein starkes Zentrumsspital in Luzern und diverse regionale Standorte mit enger Anbindung.

Die Gesundheitsdirektoren der drei Kantone präsentierten am Mittwoch in Alpnach ihre Absichten für eine gemeinsame Spitalregion. Die heutige Zusammenarbeit soll beibehalten und noch verstärkt werden. Zugleich zeigt man sich auch offen gegenüber den anderen Zentralschweizer Kantonen.

Die Entwicklung im Gesundheitswesen mit steigenden Kosten, neuen Technologien, wachsender Spezialisierung sowie der Überalterung zwingt zur Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg. Kleine Kantone wie Ob- und Nidwalden können nicht mehr alle Leistungen erbringen Aber auch Luzern ist auf ein grösseres Einzugsgebiet angewiesen, um Zentrumsleistungen anbieten zu können.

Der Druck auf die Spitäler wird nach Ansicht des Luzerner Regierungsrates Markus Dürr weiter wachsen. Die innerbetrieblichen Sparmöglichkeiten seien indessen bald ausgeschöpft. Bei der überbetrieblichen Rationierung gebe es aber noch Möglichkeiten. Die gemeinsame Spitalregion sei eine solche Möglichkeit.

Optimieren, koordinieren, konzentrieren

Bis 2010 wollen Luzern, Ob- und Nidwalden die Spitalversorgung und -planung gemeinsam optimieren. Investitionen in Bauten, Technik und insbesondere Medizintechnik sollen koordiniert werden. Eine Koordinationskomission soll sicherstellen, dass die angestrebten Ziele erreicht werden.

Für die Zeit nach 2010 ist die Schaffung einer gemeinsamen Versorgungs- und Spitalplanungsregion vorgesehen. Zwecks Verbesserung der Qualität könnten dann gewisse medizinische Leistungen auf einzelne Standorte konzentriert werden.

Im Zentrumsspital Luzern sollen sämtliche Zentrumsleistungen angeboten werden. In den kleinen Spitälern (Sarnen, Stans, Sursee LU, Wolhusen LU) wird die Notfallversorgung sichergestellt. Möglich sind dort auch eine Art Permanence/Medicalcenter.

Noch in diesem Jahr wollen die drei Kantonsregierungen eine Verwaltungsvereinbarung erarbeiten. Für den Nidwaldner Regierungsrat Leo Odermatt ist das eine Chance: «Um in kleinen Kantonen die Spitäler zu erhalten, ist die überregionale Zusammenarbeit nötig.»

(sda)

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