Taifun-Folgen: Vizeaussenminister von Taiwan tritt zurück
Aktualisiert

Taifun-FolgenVizeaussenminister von Taiwan tritt zurück

Nach Kritik an schleppender Reaktion der taiwanischen Regierung auf den Wirbelsturm «Morakot» hat Vizeaussenminister Andrew Hsia seinen Rücktritt eingereicht.

Das Ministerium hatte erst mit Verzögerung ausländische Hilfe zur Bewältigung der Folgen des Taifuns vom 8. August angefordert. Ursprünglich waren taiwanische Botschaften im Ausland angewiesen worden, Hilfsangebote abzulehnen. Diese Entscheidung wurde am 13. August abgeändert. Am Wochenende entschuldigte sich Präsident Ma Ying-Jeou für die langsame Reaktion auf die Naturkatastrophe.

«Morakot» kostete nach Behördenangaben etwa 500 Taiwaner das Leben. Auch am Montag wurde noch nach Vermissten gesucht. Hunderte Menschen waren noch in abgelegenen Bergdörfern von der Aussenwelt abgeschnitten. Überschwemmungen und Erdrutsche infolge des Wirbelsturms hatten zahlreiche Strassen und Brücken zerstört. Mit Hubschraubern wurden bislang mehr als 35.000 Menschen in Sicherheit gebracht. (dapd)

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