Facebook-Kommentar: Vizepräsident tritt nach Hitler-Post aus SVP aus
Publiziert

Facebook-KommentarVizepräsident tritt nach Hitler-Post aus SVP aus

Nachdem die Kantonalpartei der SVP-Sektion Wägital mit dem Rausschmiss drohte, ist nun deren Vizepräsident zurückgetreten.

1 / 8
«Das Einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf», schrieb der Vizepräsident der SVP Wägital Anfang Dezember auf Facebook.

«Das Einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf», schrieb der Vizepräsident der SVP Wägital Anfang Dezember auf Facebook.

Screenshot Facebook
Seine Ortspartei, die SVP Wägital, sah darin keinen Grund zum Parteiausschluss. Schliesslich habe der Politiker nicht Hitler gemeint – sondern den Autor und Journalisten Dolf Sternberger.

Seine Ortspartei, die SVP Wägital, sah darin keinen Grund zum Parteiausschluss. Schliesslich habe der Politiker nicht Hitler gemeint – sondern den Autor und Journalisten Dolf Sternberger.

Wikipedia
Roland Lutz, Präsident der Schwyzer SVP-Kantonalpartei, glaubt diese Erklärung nicht. Er machte Druck und stellte ein Ultimatum: Trete Züger nicht aus der Partei aus oder werde er durch die Sektion nicht ausgeschlossen, werde die ganze SVP-Sektion Wägital aus der Partei ausgeschlossen. Am Montag nun gab die Partei bekannt, dass Züger zurücktritt.

Roland Lutz, Präsident der Schwyzer SVP-Kantonalpartei, glaubt diese Erklärung nicht. Er machte Druck und stellte ein Ultimatum: Trete Züger nicht aus der Partei aus oder werde er durch die Sektion nicht ausgeschlossen, werde die ganze SVP-Sektion Wägital aus der Partei ausgeschlossen. Am Montag nun gab die Partei bekannt, dass Züger zurücktritt.

SVP

Der Vizepräsident der SVP-Ortspartei Wägital, Manuel Züger, tritt nach einem auf Adolf Hitler anspielenden Facebook-Eintrag aus der SVP aus. Dies hatte der Kantonalpräsident unter Androhung eines Ausschlusses der Ortspartei gefordert.

Der Vorstand der SVP Wägital teilte am Montag mit, dass er am Sonntag an einer ausserordentlichen Vorstandsitzung vom sofortigen Parteiaustritt des Vizepräsidenten Kenntnis genommen habe. Die Ortspartei Wägital sei enttäuscht über den Entscheid des Vizepräsidenten, denn sie sei weiterhin der festen Überzeugung, dass er sich nichts habe zu Schulden kommen lassen.

Kritik an Kantonalpräsident

Der Vizepräsident hatte am 6. Dezember 2019 auf der Internet-Plattform Facebook geschrieben: «Das einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf.»

Die darauffolgende «Medienhetze» mache den Entscheid des Vizepräsidenten, aus der Partei auszutreten, indes nachvollziehbar, teilte der Vorstand der SVP Wägital mit. Er und der Vizepräsident distanzierten sich «klar und unmissverständlich» von der Ideologie der Nazis und deren Gräueltaten.

Die Ortspartei kritisiert in ihrer Mitteilung neben dem Verhalten der Medien auch jenes des SVP-Kantonalparteipräsidenten Roland Lutz. Dieser hatte einen Parteiaustritt des Wägitaler Vizepräsidenten oder dessen Parteiausschluss gefordert und der Sektion ein Ultimatum gestellt. (sda)

Deine Meinung