Uznach SG: Vögeln graut es vor dieser Sonnenblume
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Uznach SGVögeln graut es vor dieser Sonnenblume

In einem Garten in Uznach SG wächst eine Monster-Sonnenblume. Sie ist drei Meter hoch und die Blüte hat einen Durchmesser von einem halben Meter.

von
jeb
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Hedy Meile (74) posiert im Sommer 2019 vor der Monster-Sonnenblume in ihrem Garten in Uznach SG, die aus einem Samen von Vogelfutter entstanden ist.

Hedy Meile (74) posiert im Sommer 2019 vor der Monster-Sonnenblume in ihrem Garten in Uznach SG, die aus einem Samen von Vogelfutter entstanden ist.

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Der Blütenkopf hat einen Durchmesser von fast einem halben Meter.

Der Blütenkopf hat einen Durchmesser von fast einem halben Meter.

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Die Pflanze ist drei Meter hoch.

Die Pflanze ist drei Meter hoch.

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«In Uznach gibt es eine Sonnenblume, die durch ihre enorme

Grösse selbst Vögel erschreckt», wie die «Obersee-Nachrichten» am Donnerstag berichteten. «Die Sonnenblume ist drei Meter hoch», sagt Gartenbesitzer Thomas Meile (74) zu 20 Minuten. Beeindruckend ist der Blütenkopf: Dieser misst fast einen halben Meter.

Gross sind auch die Samen in der Blüte. «Die sind einen Zentimeter gross», sagt Meile. Das habe wohl Vögel davon abgehalten, sie zu fressen. Ironischerweise stammt der Samen für die Riesenblume aus einer Vogelfuttermischung, die er oder seine Frau Hedy (74) vermutlich vergangenen Winter ausgestreut hatten. Denn bewusst gesät oder gepflanzt hatten sie die Monster-Blume nicht.

Die Grösse der Sonnenblume bringt auch Nachteile. «Die Blume wendet sich nicht der Sonne zu, wie das Sonnenblumen normalerweise tun», sagt Meile. Der Stamm sei dick und verholzt, so dass sie sich nicht drehen könne. «Wenn es regnet, hängt die Pflanze etwas herunter, weil sie durch das Wasser schwer wird.» Zudem stehe die Sonnenblume dann leicht schräg im Garten.

Verdoppelter Chromosomensatz könnte Ursache sein

«Sonnenblumen können gross werden, vor allem wenn sie frei stehen und die Samen in einem guten Boden, allenfalls sogar einen gedüngten liegen», sagt Hanspeter Schumacher, Leiter Botanischer Garten in der Stadt St. Gallen. Dass sich Sonnenblumensamen in Vogelfutter befinden, ist nicht ungewöhnlich.

Speziell ist der grosse Blütenkopf und die grossen Samen. «Das deutet darauf hin, dass es sich um eine Verdoppelung des Chromosomensatzes handeln könnte», sagt Schumacher. Klar bestimmen lässt sich das aus der Ferne jedoch nicht. «Verdoppelungen des Chromosomensatzes kommen bei Kulturpflanzen wie der Sonnenblume manchmal vor», so der Experte.

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