Aktualisiert 28.02.2014 11:16

Flughafen ZürichVogel schlitzt Nase von Swiss-Airbus auf

Blutverschmiert landete am Donnerstag ein A320 der Swiss in Zürich. Kurz nach dem Start in Kopenhagen war ein Vogel gegen den Flieger geprallt – und stecken geblieben.

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ram/bee

«Wir haben schon sehr gestaunt, als das Flugzeug voller Blut und mit einem grossen Riss in Zürich landete», so ein Leser-Reporter, der am Flughafen arbeitet. Der Airbus A320 war am Morgen in Kopenhagen gestartet, als ihm ein grosser Vogel gegen die Nase knallte. Das Tier blieb eingeklemmt – bis zur Landung in Zürich.

Auch bei der Swiss ist man über den Zwischenfall erstaunt. «Ein Vogelschlag kann schon mal vorkommen, aber dass ein Tier gleich vorne in der Nase stecken bleibt, ist schon sehr aussergewöhnlich», sagt Sonja Ptassek, Sprecherin der Swiss. Der grosse Vogel sei in die Radarkuppel geflogen und habe durch den Aufprall das Wetterradar beschädigt. «Alle anderen Systeme, insbesondere die flugrelevanten, wurden nicht beeinträchtigt, deshalb hat sich der Pilot auch entschieden, den Flug normal durchzuführen und bis nach Zürich zu fliegen.»

Keine Gefahr für Passagiere

Der Zwischenfall habe keine Auswirkung auf die Flugsicherheit gehabt, es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Passagiere bestanden. «Jetzt steht der Airbus am Boden und wird untersucht», so Ptassek.

Um welchen Vogel es sich handelt, konnte die Swiss nicht sagen. Aufgrund der spärlichen Überreste sei eine Identifizierung anhand der Fotos schwierig, meint auch Matthias Kestenholz von der Vogelwarte Sempach. «Womöglich war es eine Graugans, allerdings gibt es in Dänemark noch andere, ähnliche Wildgansarten.» Laut Kestenholz kann eine Graugans bis zu 3,5 Kilogramm wiegen.

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