Vogelgrippe: Bundesamt für Gesundheit kauft Impfstoff

Aktualisiert

Vogelgrippe: Bundesamt für Gesundheit kauft Impfstoff

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) plant den Kauf von Impfstoff gegen das Vogelgrippe-Virus.

Das BAG will eine Reserve aufbauen, obwohl die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch nicht leicht erfolge, wie es am Freitag mitteilte.

Das BAG hat eine öffentliche Ausschreibung für den Kauf von Impfstoff gegen das Vogelgrippe-Virus lanciert. Damit kommt es der Verordnung vom 1. Juni nach, welche die Förderung der Grippeimpfung und die Versorgung mit Medikamenten regelt.

Basierend auf verschiedenen Szenarien sei entschieden worden, eine für die Impfung von 100 000 Personen ausreichende Menge an Impfstoff zu beschaffen, schrieb das BAG. Diese Menge sei als Sicherheitsreserve für den Fall einer Zunahme der Vogelgrippe (H5N1- Virus) beim Menschen gedacht.

Schutz vor möglicher Übertragung

Mit der Reserve und dem bestehenden Pflichtlager an antiviralen Medikamenten könnten besonders exponierte Menschen in einer Anfangsphase einer eventuellen Grippe-Pandemie geschützt werden. Dieser Schutz wäre nötig, wenn das H5N1-Virus die Fähigkeit erlangen sollte, sich leicht von Person zu Person zu übertragen.

Die umfassende Strategie für die Vorbereitung auf eine Grippe- Pandemie beinhalte auch die Überwachung der zirkulierenden Grippeviren. Zudem sollen jährliche Impfkampagnen helfen, der saisonalen Grippe vorzubeugen. Die beschlossenen Massnahmen entsprechen nach Angaben des BAG den Empfehlungen der WHO.

Geringes Risiko

An einem Expertentreffen am Dienstag in Bern wurde das Risiko der Verbreitung von Vogelgrippe-Viren in der Schweiz durch Zugvögel als gering eingestuft. Tafelenten und Reiherenten, die den Winter in der Schweiz verbringen, befinden sich derzeit in Sibirien, einer von der Vogelgrippe betroffenen Region.

Experten halten es aber für unwahrscheinlich, dass eine kranke Ente den weiten Weg in die Schweiz schafft. Zudem komme es zwischen Zuchtgeflügel und Zugvögeln kaum zu direktem Kontakt; anders als in Asien spazierten hierzulande die Hühner nicht durch die Strassen.

Notiz: Entgegen der Ankündigung im zweiten Wochenendprogramm wurde die Meldung vm-codiert.

(sda)

Deine Meinung