Aktualisiert 03.08.2006 20:57

Vogelgrippe-Fall in Dresden

Erstmals seit knapp drei Monaten ist in Deutschland wieder ein Vogelgrippefall bei einem Wildvogel nachgewiesen worden.

Ein toter Schwan aus einem Teich im Dresdner Zoo wurde offenbar positiv auf das aggressive Virus H5N1 getestet.

Dies berichtete das sächsische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Dresden. Die Tests fanden im Nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems (Mecklenburg-Vorpommern) statt. Nach Angaben der Zoo-Tierärztin stammt der Schwan aus Beständen des Tierparks.

Rund um den Fundort in Dresden wurden Sperr- und Beobachtungsbezirke eingerichtet. Im Zoo werden zunächst alle Vögel in Ställen untergebracht. Das begehbare Freifluggehege bleibt bis auf weiteres geschlossen, die Desinfektionsmassnahmen werden verstärkt. Hunde und Katzen dürfen im Umkreis von zehn Kilometern nicht frei laufen.

Zuletzt war am 12. Mai ein Gänsesäger im bayerischen Kaufering bei Landsberg positiv auf die Tierseuche getestet worden. In Sachsen war das Virus im April zum ersten und bislang einzigen Mal in Deutschland auf Hausgeflügel übergegangen.

Das Bundesagrarministerium hatte am Donnerstag bereits betont, dass es keine Entwarnung für die Vogelgrippe in Deutschland geben könne. In den vergangenen Wochen habe es immer wieder vereinzelt Verdachtsfälle bei Wildvögeln gegeben, sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann in Berlin. (sda)

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