Vogelgrippe greift in Vietnam weiter um sich
Aktualisiert

Vogelgrippe greift in Vietnam weiter um sich

In Vietnam ist vermutlich erneut ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Das Land hat sämtliche Geflügelimporte gestoppt.

Ein 17-Jähriger aus der Südprovinz Bac Lieu starb einen Tag nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus, wie das Gesundheitsamt der Provinz am Dienstag mitteilte. Der Jugendliche hatte ein Huhn geschlachtet und litt danach unter Fieber, Husten und Lungenschmerzen.

Tests sollen jetzt klären, ob es sich bei seiner Krankheit tatsächlich um die Geflügelpest handelt, wie die besonders schwere Form der Vogelgrippe genannt wird.

Geflügelmioprte gestoppt

Nach einer erneuten Ausbreitung der Vogelgrippe hat Vietnam vorübergehend alle Geflügel-Importe aus seinen Nachbarländern gestoppt. Eingeführtes Geflügel müsse beschlagnahmt und vernichtet werden, ohne dass die Importeure für den Verlust entschädigt würden.

Dies erklärte Ministerpräsident Phan Van Khai laut einem Bericht des staatlichen Radios Stimme Vietnams am Dienstag. Vietnam importiert vor allem aus China Hühner und Eier. Angaben des Landwirtschaftsministeriums zufolge hat die Vogelgrippe am Wochenende Enten und Hühner in zwei weiteren Provinzen im Zentrum des Landes erfasst.

Vogelgrippe: Vor allem Asien betroffen

Die Vogelgrippe wird durch verschiedene Virustypen ausgelöst. Der Typ H5N1 kann auf den Menschen überspringen und eine lebensgefährliche Erkrankung auslösen. Er ist inzwischen in ganz Vietnam verbreitet, grassiert aber besonders im Süden des Landes.

Bislang sind in Asien 37 Menschen an der Krankheit gestorben, 25 davon in Vietnam. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, dass das Virus H5N1 mutieren und dann auch von Mensch zu Mensch übertragen werden könne.

In Vietnam wurden seit Anfang des Jahres offiziellen Angaben zufolge 254 000 Hühner, Enten und Vögel wegen der Seuche geschlachtet.

Im vergangenen Jahr fielen 17 Prozent des gesamten vietnamesischen Geflügelbestandes von 250 Millionen Tieren der Vogelgrippe zum Opfer.

(Quelle: SDA/AP)

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