Vogelgrippe keine Gefahr für Trinkwasser
Aktualisiert

Vogelgrippe keine Gefahr für Trinkwasser

Auch nach dem Auftreten der Vogelgrippe am Bodensee ist das Trinkwasser nach Angaben der baden-württembergischen Landesregierung nicht in Gefahr.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk bestätigte am Samstag, dass die Tafelente, die bereits am 15. Februar in Überlingen tot aufgefunden wurde, den gefährlichen H5N1-Virenstrang in sich trug. Das Wasser aus dem Bodensee werde wie immer chemisch aufbereitet. Für Bevölkerung und Touristen bestehe keine Gefahr.

Nach Angaben der Behörden wird das Wasser wie immer mit Chlor und Ozon behandelt. Eisensalze sorgen demnach dafür, dass Krankheitserreger im Sandfilter bleiben. Mit Wasser aus dem Bodensee werden mehr als 2,5 Millionen Menschen versorgt.

Hauk rechnet nach eigenem Bekunden damit, dass in den kommenden Wochen vermehrt tote Wasservögel gefunden werden, wenn die Zugvögel an den Bodensee zurückkehren. «Es besteht ein gewisses Risiko, dass Zugvögel auf ihrer Route aus Afrika das Virus zu uns bringen könnten», sagte er.

Seit Jahresanfang sind den Angaben zufolge in den Landkreisen Konstanz und Friedrichshafen insgesamt knapp 200 tote Wasservögel gefunden worden. Vier von ihnen wurden als Verdachtsfälle an das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems geschickt. Die Untersuchungsergebnisse werden für Anfang der kommenden Woche erwartet.

Mit den Massnahmen am Bodensee zeigte sich der Minister sehr zufrieden: «Dank einer guten und gründlichen Planung und einer schnellen Reaktion bereits beim Bekanntwerden des Verdachtsfalles sind wir nun gut aufgestellt und können auf die Situation reagieren.» Um den Fundort der Tafelente in Überlingen war bereits am Freitag ein drei Kilometer grosser Sperrbezirk ausgewiesen worden.

Vögel sollen ausserdem genauer beobachtet werden, wie der Minister sagte. Das gelte auch für die Bodenseeanrainer in Bayern, in Österreich und der Schweiz. (dapd)

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