Aktualisiert 21.04.2006 09:37

Vogelgrippe-Panik in der Schweiz verfliegt

Die Angst vor der Vogelgrippe sinkt: Am Freitag hat der Kanton Genf die Schutz- und Überwachungszonen für Wildvögel aufgehoben. Am Bodensee dürften sie in einer bis zwei Wochen ebenfalls aufgehoben werden.

Der Entscheid der Genfer Behörden fiel nach einem entsprechenden Abbau des Sicherheitsdispositivs im benachbarten Frankreich. Im Departement Ain (F) ist seit über 21 Tagen kein neuer Fall von Vogelgrippe aufgetreten. Die Situation habe sich normalisiert, sagte der Genfer Kantonstierarzt Gottlieb Dändliker zu einem Bericht der «Tribune de Genève».

Am Bodensee bleiben die Schutz- und Überwachungszonen noch bestehen. Sie könnten in frühestens einer bis zwei Wochen aufgehoben werden, sagte am Freitag eine Sprecherin des Kantonsveterinäramtes auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Stallpflicht vor möglicher Lockerung

Vorläufig bestehen bleibt landesweit das Freilandhaltungverbot für Geflügel. Möglicherweise wird die Stallpflicht aber demnächst auf Risikogebiete eingeschränkt.

Ein entsprechender Entscheid des Bundesrates sollte nächste oder übernächste Woche fallen, sagte Marcel Falk, Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), am Freitag auf Anfrage. Das BVET zieht die Einrichtung so genannter Monitoring-Gebiete in den von der Vogelgrippe betroffenen Regionen in Betracht. (sda)

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