Aktualisiert 20.02.2007 18:45

Vogelgrippe rast durch Russland

Die Vogelgrippe ist in Russland weiter auf dem Vormarsch. Das gefährliche H5N1-Virus wurde in sechs Regionen rund um Moskau und auf einem Vogelmarkt in der Hauptstadt nachgewiesen.

In allen Fällen handle es sich um die für den Menschen besonders gefährliche asiatische Variante des Virus, sagte der Chef der regionalen Veterinärbehörde in Moskau, Alexej Wolkow. Die Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete unter Berufung auf das Agrarministerium, an einem achten Ort seien 75 tote Vögel entdeckt worden.

Als Hauptherd der Infektion wurde der Moskauer Geflügelmarkt ausgemacht. 1400 Vögel, die von dem Markt stammten, und 200 weitere seien getötet worden, sagte der Chef der nationalen Veterinärbehörde, Nikolai Wlasow. Mehr als 5000 Menschen, die in Kontakt mit infizierten Tieren gekommen seien, würden untersucht.

Wlasow sagte, für die Bevölkerung bestehe kein Anlass zur Sorge. Die Veterinärbehörden arbeiteten effektiv, und in Geschäften und auf Märkten gekauftes Fleisch könne bedenkenlos verzehrt werden, wenn es mit über 90 Grad Celsius zubereitet werde.

Bereits am Samstag war auf zwei Bauernhöfen nahe Moskau die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Es war der erste Ausbruch der gefährlichen Seuche in der Nähe der russischen Hauptstadt. Die Behörden erliessen nach eigenen Angaben strenge Desinfektions- und Quarantäneauflagen.

Ende Januar war erstmals in Russland das H5N1-Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Betroffen war die Region Krasnodar rund tausend Kilometer südlich der Hauptstadt.

Seit dem Wiederauftreten der Vogelgrippe im Jahr 2003 starben weltweit bislang mehr als 160 Menschen. (sda)

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