Aktualisiert 10.02.2004 07:03

Vogelgrippe: Vietnam schützt seine Hühner

Die vietnamesischen Behörden haben die strengen Auflagen zur Tötung von Geflügel im Umkreis von Vogelgrippe- Infektionsherden gelockert.

In einem Brief an die 64 Provinzen zog Landwirtschaftsminister Le Huy Ngo seine Anordnung zurück, wonach nach einem Ausbruch der auch für Menschen gefährlichen Krankheit alle Hühner in einem Radius von drei Kilometern zu töten seien.

Als Grund führte er die Existenzgefährdung für die Landwirtschaft des Landes an. «Wenn wir die Hühner weiter in Massen töten, wird es für die Hühnerzucht schwer, sich wieder zu erholen», schrieb der Minister in dem am Dienstag bekannt gewordenen Brief.

Die Anordnung sei nicht mehr notwendig, da die Krankheit «schrittweise unter Kontrolle gebracht wurde», erklärte ein ranghoher Mitarbeiter im Landwirtschaftsministerium. Er betonte, dass die Behörden weiterhin das Geflügel in der Nähe der Krankheitsfälle streng kontrollieren würden.

Vietnam hat nach dem Ausbruch der Hühnerpest etwa 30 Millionen seines insgesamt 250 Millionen Tiere zählenden Geflügelbestandes schlachten lassen. Das südostasiatische Land ist von der Krankheit bislang am schlimmsten betroffen: Von den 19 Toten stammten 14 aus Vietnam; fünf Opfer wurden in Thailand gezählt.

(sda)

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