Nach Pavé-Etappe: Voigt beschimpft Tour-Bosse als Mörder

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Nach Pavé-EtappeVoigt beschimpft Tour-Bosse als Mörder

Der deutsche Radprofi Jens Voigt ist gar nicht gut auf die Chefs der Tour de France zu sprechen. Er kritisiert vor allem die Streckenführung der 3. Etappe.

von
heg

Frank Schlecks Sturz bei der Tour de France. (Video: rtve)

Dem deutschen Rad-Oldie (38) platzte am Dienstag nach dem Teilstück über die berühmt-berüchtigten Pflastersteine der Kragen. «Es gab 1910 einen Franzosen, der hat den Organisatoren zugerufen: 'Ihr seid Mörder'. Ich würde dieses Zitat gern aufgreifen und voller Leidenschaft noch einmal hinausschreien: Das war eine leichtfertige, sinnlose Gefährdung unserer Gesundheit», wetterte Voigt nach der Ziel-Ankunft in ein Fernseh-Mikrofon. Sein Teamkollege Frank Schleck stürzte auf einem dieser Pavé-Abschnitte und zog sich einen dreifachen Schlüsselbeinbruch zu (siehe Video oben).

Glaubt man den weiteren Worten von Voigt, sollte ihm in nächster Zeit auch kein Verantwortlicher des Ok's über den Weg laufen. «Ganz ehrlich, wenn ich einen von denen sehen würde, ich glaube, ich könnte kaum noch an mich halten. Sie glauben nicht wie sauer, wie wütend ich bin, und für wie dusselig und dämlich ich diese Entscheidung halte.»

Bosse verteidigen Etappen-Planung

Die Tour-Verantwortlichen lassen Voigts Kritik nicht gelten. «Wenn wir das Gefährliche rausnehmen, müssen wir die Berge und die Abfahrten streichen und dürften nur noch Zeitfahren veranstalten. Das wäre dann aber nicht mehr die Tour», wird Streckenchef Jean-Francois Pescheux bei «bild.de» zitiert.

Voigts kennt Horrorstürze bei der Tour de France aus eigener Erfahrung. Letztes Jahr stürzte er während der Abfahrt vom kleinen St. Bernhard mit Tempo 80. Dabei verlor er kurz das Bewusstsein und zog sich neben einem Jochbeinbruch auch eine Gehirnerschütterung zu.

Voigts Horrorsturz bei der Tour de France 2009

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