Aktualisiert 05.07.2012 21:03

Volle TransparenzVolk darf beim Landhof mitreden

Der Landhof wird zu einer grünen Oase. Die Anwohner sind involviert – zu Recht, denn ohne sie stünden dort heute Häuser.

von
Samuel Hufschmid
Baudirektor Hans-Peter Wessels im «Stadtdschungel» Landhof.

Baudirektor Hans-Peter Wessels im «Stadtdschungel» Landhof.

Ohne Volksinitiative wäre einer der letzten grünen Flecken im Kleinbasel heute bereits überbaut. Deshalb will Baudirektor Hans-Peter Wessels die Bevölkerung bei der Umgestaltung des ehemaligen FCB-Stadions miteinbeziehen.

«Zum ersten Mal werden wir den Entscheidungsprozess öffentlich machen», sagt Wessels. Ein Vorgehen, das andere Städte wie Zürich bereits kennen. «Die Leute können hautnah mit dabei sein, wenn die Fachjury die einge­gebenen Projekte diskutiert», so Wessels.

Kredit von 880 000 bewilligt

Die Neugestaltung des Landhofs biete beste Voraussetzungen für dieses Experiment, denn grundsätzlich sei alles möglich. Wessels: «Wir machen bewusst keine Vorgaben, um die Kreativität der Architekten nicht einzuschränken.» Sicher sei einzig, dass die baufällige Tri­büne durch ein Neubau ersetzt werde, und dass das Fussballfeld verschwinde. Entstehen könnten dafür ein Gemeinschaftsgarten, naturbelassene Spielplätze und ein Restaurant.

Für die Planung hat die Regierung am Dienstag einen Kredit von 880 000 Franken bewilligt. Darin enthalten ist auch ein Betrag, der die Weiterführung der aktuellen Zwischennutzung sichern soll. Bis die Jury im Jahr 2013 in mehreren Sitzungen vor Publikum die Wettbewerbseingaben begutachtet und das Gewinnerprojekt gekürt haben wird.

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