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ManagerlöhneVolk möchte staatliche Eingriffe bei Boni

Der Ruf nach staatlichen Regulierungen bei Managerlöhnen wird wieder lauter. Das ist das Ergebnis einer neuen Umfrage.

von
lin
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Hübsche Summe: Nike-Chef Mark Parker ist die Nummer 1 im Gehaltsranking. Gemäss der HKP Group kam er im vergangenen Jahr auf ein Salär von 45,8 Millionen Franken.

Hübsche Summe: Nike-Chef Mark Parker ist die Nummer 1 im Gehaltsranking. Gemäss der HKP Group kam er im vergangenen Jahr auf ein Salär von 45,8 Millionen Franken.

Keystone/Virgina Mayo
Walt-Disney-Boss Robert A. Iger kassierte 39,2 Millionen Franken im Jahr 2016.

Walt-Disney-Boss Robert A. Iger kassierte 39,2 Millionen Franken im Jahr 2016.

Keystone/Michael Reynolds
Auch eine Frau kassierte mit rund 31  Millionen Franken ganz hübsch ab. IBM-Chefin Virignia Marie Rometty in prominenter Begleitung mit Präsident Donald J. Trump und Vizepräsident Mike Pence.

Auch eine Frau kassierte mit rund 31 Millionen Franken ganz hübsch ab. IBM-Chefin Virignia Marie Rometty in prominenter Begleitung mit Präsident Donald J. Trump und Vizepräsident Mike Pence.

Keystone/Pat Bencic

Vier Jahre ist es her, seit die sogenannte Abzockerinitiative vom Schweizer Stimmvolk deutlich angenommen wurde. An der Höhe der Boni und den Löhnen der Topmanager hat sich seither kaum etwas geändert. Und das Thema beschäftigt die Bevölkerung weiterhin, wie eine neue Umfrage der Beratungsfirma HCM Hostettler & Company zeigt.

Rund zwei Drittel der Befragen erklärten, dass überrissene Boni ein Systemproblem und keine Einzelfälle seien. Und: Der Ruf nach staatlichen Eingriffen wird wieder lauter. Fast jeder Zweite möchte, dass der Staat die Höhe von Vergütungen für Manager stärker regelt. Frauen und Befragte der Westschweiz sprechen sich eher für stärkere Regulierungen aus.

Lohngrenze, aber wie hoch?

In den Befragungen in den Vorjahren fielen die Werte jeweils etwas tiefer aus. Am stärksten war der Wunsch nach staatlichen Eingriffen bei der erstmaligen Durchführung der Umfrage 2010. Fast 65 Prozent gaben damals an, dass der Staat die Managerlöhne vermehrt regeln soll. Der tiefste Wert gab es 2014, als sich das rund 42 Prozent wünschten. Seither nimmt der Wunsch nach Regulierungen wieder zu.

«Unternehmen sollten diesen Ruf nach staatlichen Eingriffen ernst nehmen. Handeln sie nicht von sich aus, droht eine noch stärkere Regulierung», sagt Stephan Hostettler, Geschäftsführer von HCM Hostettler & Company.

Viele Befragte sind der Ansicht, dass die Verwaltungsräte, die die Löhne absegnen müssen, ihre Verantwortung seit der Annahme der Abzockerinitiative nicht genügend wahrnehmen. Die Umfrage zeigt auch, das sich fast drei Viertel eine Lohnobergrenze wünschen. Über die Höhe dieser Grenze besteht aber keine Einigkeit. Am meisten wurde der Betrag von 1 Million Franken genannt.

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