Bundesratswahlen: Volk will Sommaruga und Schneider-Ammann
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BundesratswahlenVolk will Sommaruga und Schneider-Ammann

Simonetta Sommaruga wird Nachfolgerin von Moritz Leuenberger und Johann Schneider-Ammann wird auf Hans-Rudolf Merz folgen. So das Ergebnis, würde der Bundesrat vom Volk gewählt.

von
kub

Eine Repräsentative Umfrage zeigt eine klare Tendenz für Bundesratswahl vom nächsten Mittwoch: Die Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga wird Nachfolgerin von Moritz Leuenberger und der Berner FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann wird auf Hans-Rudolf Merz folgen. Die Herausforderer – der Freiburger Nationalrat Jean-François ­Rime von der SVP und die Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss von den Grünen – haben im Volk dagegen keine Chance. Das hat das Politbarometer der «SonntagsZeitung» ergeben.

Gemäss der repräsentativen Meinungsumfrage durchgeführt vom Institut Isopublic ist Sommaruga die unbestrittene Favoritin für den SP-Sitz. 53 Prozent der Befragten sprachen sich für die Bernerin aus. Auf ihre Konkurrentin Jacqueline Fehr, ebenfalls aus der SP, entfallen nur 15,2 Prozent der Stimmen. Für Jean-Francois Rime sprachen sich 14,4 Prozent aus. Im Hinblick auf die Wahl für den bisherigen Sitz der FDP ist das Resultat etwas knapper ausgefallen. 33,7 Prozent der Befragten möchten, dass Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt wird. Immerhin 26,9 Prozent bevorzugen seine FDP-Parteikollegin und St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter. Die Grüne Brigit Wyss wird von 13, 4 Prozent der Befragten unterstützt.

Praktisch ohne Support ist SVP Mann Jean-François Rime. Nur gerade acht Prozent möchten ihn im Bundesrat. Die Befragten sind offenbar mit dem Angriff der SVP auf den FDP-Sitz nicht einverstanden. Die SVP erhält nicht nur für ihren Kandidaten Rime wenig Unterstützung. Auch als Partei verliert sie Zuspruch, wie die Umfrage zeigt: Wären heute Wahlen, würden nur noch 22,7 Prozent ihre Stimme der SVP geben - rund sechs Prozent weniger als bei den Wahlen von 2007. Gut würden die Mitteparteien FDP, BDP, Grünliberale sowie SP und Grüne abschneiden. Die CVP müsste dagegen Verluste hinnehmen.

Sommaruga und Fehr haben keine Zeit für Privatsender

Die SP-Bundesratsanwärterinnen Simonetta Sommaruga und Jacqueline Fehr zeigen laut SonntagsZeitung den Regionalfernsehsendern TeleZüri, TeleM1, TeleBärn und TeleOstschweiz die kalte Schulter. Dies, nachdem sie bereits der Arena des Schweizer Fernsehens fern blieben. Sie hätten nach der Bundesratswahl am kommenden Mittwoch keine Zeit für ein grosses Interview in der Sendung «TalkTäglich» liessen Fehr und Sommaruga TeleZüri-Programmleiter Markus Gilli wissen, der bei Bundesratswahlen traditionell auch für andere Regionalsender die neuen Bundesräte interviewt. Die Absage sei der persönlicher Entscheid der Kandidatinnen und nicht Parteiweisung, sagt SP-Sprecher Andreas Käsermann der SonntagsZeitung. FDP-Kandidaten Johann Schneider-Ammann und Karin Keller-Sutter haben für «TalkTäglich» bereits zugesagt.

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