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Was nun, «Partei»?Volksbegehren Fackelmarsch

Waffen für Ausländer: «Die Partei» lanciert einen aggressiven Vortoss. Nach knallharter Recherche stellte 20 Minuten Online taffe Fragen. Die Satire-Guerilla kontert mit Haider, IV-Ansprüchen und Dosenbier.

von
Philipp Dahm

«Die Partei» fordert die Bewaffnung von Ausländern in der Schweiz. 20 Minuten Online hat zurückgefragt.

Viele unserer deutschen Leser sind entsetzt von der Idee des Waffenlaufs zum Albisgüetli am 11. September. Sie fragen: Was ist aus dem guten alten Fackel-Sternmarsch geworden? Können Enttäuschte noch hoffen?

Die PARTEI: Wie Sie sicher wissen – 20 Minuten Online hat ja mehrmals darüber berichtet -, sind die meisten Deutschen ausschliesslich wegen der üppigen Sozialleistungen in der Schweiz. Ich möchte nun nicht verhehlen, dass dieses tägliche Nichtstun der Motivation (die PARTEI ist halt auch nur ein Querschnitt der hier lebenden Deutschen), PARTEIarbeit zu leisten, nicht immer förderlich ist.

Wie sieht das konkret aus?

Wenn unsere Mitglieder also den ganzen Tag mit Dosenbier vor dem Fernseher verbracht haben, können wir nicht sicher sein, dass Aktivisten zu einem Fackelmarsch abends überhaupt noch in der Lage sind. So erschien es uns sicherer, einen Termin nach dem ersten Frühstücksbier im Laufe des Nachmittags zu wählen. Ferner findet bereits heute Abend ein Sternmarsch der Züricher Jungmusikanten statt. Wir raten Enttäuschten, einfach dort mitzulaufen.

«Volksdeutsche» sind wegen ihres unkriminellen Verhaltens die neutralsten Schützen, sagen sie. Allerdings stehen Österreicher in der Kriminalitätsstatistik-Hierarchie genau so tief. Werden «Volksösterreicher» in der Schweiz nun angeschlossen?

Volksösterreicher? Herr Haider, Sie sind doch tot!

Während Sie offenbar Germano-Austria waffenmoralisch als edelste Rasse darstellen, fordern Sie auch für andere Fremdländer das volle Waffenrecht. Wie begründen Sie diesen Blitzvorstoss?

Ich bedanke mich für diese Frage, wenngleich ich sie zurückweisen muss. Die PARTEI AO denkt nicht in Rassenkategorien, sondern steht für die Überwindung von Vorurteilen und Gleichheit der gesamten Wohnbevölkerung in der Schweiz ein. Wir wollen so auch Einwanderer an urschweizerisch traditionelle Möglichkeiten der Konfliktlösung (zum Beispiel bei Eheproblemen) heranführen und leisten so einen Beitrag zur Integration.

Und wie wollen Sie dieses Recht durchsetzen?

Die PARTEI führt grundsätzlich schmierige und populistische Wahlkämpfe. Angesichts des Waffenfetischismus hierzulande und diverser bereits abgelehnter Vorstösse zur Verschärfung des Waffenrechts liegt es daher nahe, ebenfalls zum Mittel der Volksabstimmung zu greifen.

Glauben Sie, das klappt?

Wir zählen auf den Willen und die Bereitschaft der Stimmbürger, wie bereits in der Vergangenheit alle Initiativen, die die Bewaffnung fördern, vorbehaltlos zu unterstützen.

Wie sollte ihre Initiative idealerweise den Wahlkampf der etablierten Schweizer Parteien beeinflussen?

Die PARTEI AO orientiert sich auch in der Schweiz nicht an anderen Parteien. Stattdessen ist die PARTEI AO die PARTEI, die ohne Wenn und Aber für die Volksdeutschen in der Schweiz einsteht.

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