Aktualisiert 06.10.2007 09:52

Volksinitiative für EasySwissTax?

Der Nationalrat wollte von der EasySwissTax nichts wissen. Jetzt will die FDP prüfen, ob eine Initiative zur EasySwissTax lanciert werden könnte.

Der Vorschlag, mit dem der Freisinn das Schweizer Steuersystem vereinfachen will, bringe eine «fundamental neue Idee», sagte der Zuger FDP-Ständerat Rolf Schweiger am Samstag an der FDP- Delegiertenversammlung in Port BE.

«Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier äussern sich grundsätzlich für eine Steuervereinfachung», sagte Schweiger. Doch sagten sie im gleichen Atemzug, es gäbe in Einzelheiten noch Klärungsbedarf und es klafften noch Lücken. So sei es auch letzte Woche im Nationalrat gewesen.

Der Nationalrat zeigte sich von EasySwissTax noch nicht überzeugt: Die Grosse Kammer lehnte am vergangenen Montag an der Sondersession zu Steuerfragen einen Vorstoss deutlich ab, der in Richtung der FDP-Steuerreform zielte.

Doch die EasySwissTax habe «wie eine Axt im Steuerdschungel eingeschlagen», sagte Schweiger weiter. Der Bund komme daran nicht vorbei. Mit dem klaren und verständlichen Konzept könne das Steuersystem nämlich völlig neu aufgebaut werden.

Leistung im Zentrum

Schweiger strich als Kernpunkt des Vorschlages hervor, dass EasySwissTax mit einheitlichen Sätzen Leistung bejahe. Zusätzliche Leistung werde zwar weiterhin besteuert, allerdings ohne das schon Geleistete ebenfalls mit einer höheren Steuer zu belegen.

Weil Abzüge, Ausnahmen und Steuerschlupflöcher abgeschafft würden, müssten die Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr stets die steuerlichen Folgen ihres Handeln mitbedenken. «Dies bewirkt Aufschwung und Freiräume für moderate Steuerentlastungen», sagte Schweiger.

In seiner Bilanz zum Steuerreform-Projekt der FDP verwies Schweiger auf die Aktivitäten in den Kantonen. FDP- Parlamentarierinnen und Parlamentarier hätten bereits in 15 Kantonen Bestrebungen in Richtung EasySwissTax unternommen. (sda)

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