Zürichsee: Volksinitiative für Uferweg
Aktualisiert

ZürichseeVolksinitiative für Uferweg

SP-Politiker wagen einen neuen Versuch für einen Uferweg rund um den Zürichsee. Die Idee ist seit Jahren höchst umstritten.

von
David Torcasso
Das Initiativkomitee kämpft für einen «Zürisee für alli». (Bild: tor)

Das Initiativkomitee kämpft für einen «Zürisee für alli». (Bild: tor)

«Zürisee für alli» heisst das Komitee, das gestern eine Volks­initiative zur Realisierung des Zürichsee-Uferweges lanciert hat. Dahinter stecken vier SP-Politiker aus Zürich, Stäfa und Wädenswil. «Wir fordern für alle einen Zugang zum See», sagt SP-Kantonsrätin Sabine Ziegler. Die Initianten stützen sich dabei aufs Raumplanungsgesetz, das «eine erleichterte Begehung des See- und Flussufers» vorsieht. SP-Kantonsrat Peter Schulthess sagt: «Das Interesse der Bevölkerung an einem Erholungsraum am See ist gross – vorab in den Gemeinden.» Finanzieren will man den Weg über den kantonalen Stras­senfonds – nach groben Schätzungen soll er rund 90 Mio. Franken kosten. Dominik Bonderer, Kommunikationschef der Baudirektion, sagt: «Der Seeuferweg kann aus diesem Fonds finanziert werden, da er in den regionalen Richtplänen eingetragen ist.» Allerdings wurde der Weg erst letztes Jahr von den Bürgerlichen aus dem kantonalen Landschaftsrichtplan gestrichen – nach hitziger Debatte im Kantonsrat.

Ohnehin ist der Seeuferweg ein höchst umstrittener Dauerbrenner: So lancierte etwa der Zürcher Till Lincke 2008 bei einem Wettbewerb des Künstlerkollektivs Agent-provocateur.ch die Volksinitiative «Mehr Ufer» zur Absenkung des Zürichsee-Spiegels. Dadurch sollte auch ein durchgehender Seeweg entstehen. Die nötigen 6000 Unterschriften kamen jedoch nicht zusammen.

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