Zürcher Primarschulen: Volksinitiative will zweite Fremdsprache abschaffen
Aktualisiert

Zürcher PrimarschulenVolksinitiative will zweite Fremdsprache abschaffen

An der Zürcher Primarschule soll nur noch eine Fremdsprache gelehrt werden. Dies verlangt eine Volksinitiative, die mit 9270 Unterschriften eingereicht wurde.

Heute wird an den Zürcher Schulen ab der zweiten Klasse Englisch unterrichtet. Ab der fünften Klasse kommt Französisch hinzu.

Heute wird an den Zürcher Schulen ab der zweiten Klasse Englisch unterrichtet. Ab der fünften Klasse kommt Französisch hinzu.

Keystone/Regina Kuehne

Dass Zürcher Schülerinnen und Schüler zwei Fremdsprachen lernen sollen, das werde kaum infrage gestellt, teilten die Initianten der Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule» am Freitag mit. Allerdings sei umstritten, ab welchem Alter das erfolgen soll.

Für das Initiativkomitee, das von verschiedenen Lehrpersonenverbänden unterstützt wird, ist das heutige Sprachenkonzept untauglich und unbefriedigend.

«Zwei Fremdsprachen in der Primarschule haben zu einer offensichtlichen Sprachlastigkeit geführt.» Andere Bildungsbereiche wie Werken seien geschwächt worden, für Fächer wie Informatik bleibe kein Platz mehr.

Bereits zweiter Vorstoss

Werde eine erste Fremdsprache in der Primarschule sorgfältig eingeführt, dann «lernen Jugendliche die zweite Fremdsprache auf der Sekundarstufe schneller als bei einem vorzeitigen Erstkontakt», schreiben die Initianten.

Über einen ähnlichen Vorstoss befanden die Stimmberechtigten im Kanton Zürich im November 2006. Die Initiative «Nur eine Fremdsprache an der Primarschule» wurde mit einem Nein-Stimmenanteil von 59 Prozent verworfen.

Thema in den Fokus rücken

Heute wird an den Zürcher Schulen ab der zweiten Klasse Englisch unterrichtet. Ab der fünften Klasse kommt Französisch hinzu.

Nun wollen die Initianten das Thema Fremdsprachen neu lancieren – und das über Zürich hinaus: «Die Einreichung der Initiative soll auch als über die Kantonsgrenze hinausgehendes Zeichen für eine Revision des unbefriedigenden Sprachenkonzepts verstanden werden.» (sda)

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