USA: Volkswagen ruft 92'000 Autos zurück
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USAVolkswagen ruft 92'000 Autos zurück

Die Skandal-Nachrichten um VW reissen nicht ab: In den USA ruft der Konzern tausende Fahrzeuge zurück. In Deutschland stehen weitere Benziner unter Verdacht.

von
mlr
Probleme an der Nockenwelle: Ein VW Jetta Sedan aus dem Jahr 2005. (Archivbild)

Probleme an der Nockenwelle: Ein VW Jetta Sedan aus dem Jahr 2005. (Archivbild)

VW hat wegen manipulierter Abgaswerte Riesenärger in den USA. Aber das ist nicht das einzige Problem. Nun kündigt der deutsche Autobauer eine Rückrufaktion wegen möglicher Mängel an Bremsen an. Der Wolfsburger Konzern beordert auf dem US-Markt 91'800 Fahrzeuge wegen eines Defekts an der Nockenwelle in die Werkstätten zurück. Betroffen von dem freiwilligen Rückruf seien unter anderem Benziner vom Typ Jetta, Passat, Beetle und Golf der Modelljahre 2015 und 2016, wie die US-Tochter von VW am Mittwoch mitteilte. Der Autobauer steht bereits wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen stark unter Druck.

Der Defekt an der Nockenwelle kann den Angaben zufolge zu einer Schwächung der Bremsen führen, was das Unfallrisiko erhöhe. Ein Unternehmenssprecher wollte nicht mitteilen, ob es bereits Zwischenfälle gegeben hat, sagte aber, es gebe keine Berichte über Verletzten in dem Zusammenhang. Der Mangel soll bis Ende März behoben sein. Bis dahin rät VW den Besitzern, ihre Wagen einfach weiter zu nutzen. Falls ein Warnlämpchen anginge, sollten sie zur Werkstatt fahren, hiess es.

Weitere Benziner betroffen

Das Unternehmen habe die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA über die Rückrufaktion informiert. Nach Informationen des «Wall Street Journal» wies Volkswagen ausserdem seine Händler in den USA an, die Verkäufe bestimmter Fahrzeuge mit Benzinmotoren der Modelljahre 2015 und 2016 zu stoppen, bis eine Lösung des Problems gefunden worden sei.

Aus Deutschland kommt derweil die Nachricht, dass neben den gestern bekannt gewordenen 800'000 Benzin-Fahrzeugen weitere 98'000 Benziner vom Abgas-Skandal betroffen sind. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

(mlr/sda/afp)

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