Voll nano! Bald kommt der Superakku
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Voll nano! Bald kommt der Superakku

Das MIT forscht an einem neuartigen Superakku auf der Basis von Nanotechnologie. Der Akku wird Handys, MP3-Playern und PDAs zu mehr Akkupower verhelfen. Er soll im Nu aufgeladen sein und nahezu ewig leben.

Herkömmliche Kondensatoren sind gute Energiespeicher; sie bewahren Energie in einem elektrischen Feld aus geladenen Teilchen auf, und sie sind blitzschnell aufgeladen. In Akkus kommen sie aber trotzdem nicht zum Einsatz, weil chemische Energie eine 25 Mal höhere Energiedichte als bekannte Kondensatoren besitzt, wie der IT-Fachdienst golem.de schreibt.

Doch diese chemischen Energiespeicher in Batterien und Akkus haben bekannte Nachteile: Sie enthalten zum Teil Schwermetalle und giftige Chemikalien. Ausserdem büssen sie an Kapazität ein, je öfter man sie lädt.

Das will das MIT (Massachusetts Institute of Technology) mit einem

Nanoakku ändern. Mit Strukturen, die 30 000 Mal kleiner als ein menschliches Haar sind, soll ein neuartiger Kondensator mit einer riesigen Oberfläche eine viel höhere Energiedichte erlauben. Damit kommen Kondensator-Energiespeicher erstmals in die Nähe von chemischen Energiespeichern; das MIT rechnet damit, die Speicherkapazität auf rund die Hälfte derjenigen eines Li-Ion-Akkus zu bringen.

Die positive Eigenschaft, die Langlebigkeit von Kondensatoren, soll erhalten bleiben. Die Forscher sprechen von 100 000 Ladezyklen, was die Lebensdauer vieler Consumer-Geräte bei weitem übertrifft. Zudem soll der Akku soll in Sekundenschnelle geladen sein. Die Forscher hoffen, dass sie schon in den nächsten Monaten einen ersten Prototypen vorstellen können. Auf dem Markt soll der Superakku in etwa fünf Jahren sein.

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