Österreich – Volle Intensivstationen – Mädchen (4) muss auf Herz-OP warten
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ÖsterreichVolle Intensivstationen – Mädchen (4) muss auf Herz-OP warten

Österreichs Spitäler sind im Kampf um die Corona-Pandemie überlastet. Geplante Operationen müssen abgesagt werden.

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Ein vierjähriges Mädchen muss in Österreich auf eine Herzoperation warten. (Symbolbild)

Ein vierjähriges Mädchen muss in Österreich auf eine Herzoperation warten. (Symbolbild)

20min/Marvin Ancian
Seit dem 22. November gilt in Österreich ein harter Lockdown. 

Seit dem 22. November gilt in Österreich ein harter Lockdown.

AFP/Hans Punz
Die Regierung rund um Kanzler Alexander Schallenberg (links) fuhr während der vierten Welle die harte Schiene. 

Die Regierung rund um Kanzler Alexander Schallenberg (links) fuhr während der vierten Welle die harte Schiene.

imago images/photonews.at

Darum gehts

  • Der Fall der vierjährigen Johanna sorgt in Österreich für Aufsehen.

  • Ihre Herzoperation wurde auf den Februar verschoben.

  • Der Grund: Es sind keine Intensivbetten frei.

Die Familie von Sabrina Dohr aus dem Kärntner Lavanttal ist in Sorge um ihre kleine Tochter Johanna (4). Das Mädchen, das mit einem Herzfehler geboren wurde, wartet in Österreich auf eine dringende Herz-Operation.

Es wäre bereits die dritte Operation für Johanna, angesetzt war sie für die kommenden Tage am Kepler-Klinikum in Linz. Doch wie ihre Mutter nun im Ö1-Morgenjournal berichtet, wurde der dringende Eingriff auf mindestens Mitte Februar 2022 verschoben. Grund: keine freien Intensivbetten. Wegen Corona-Patienten ist der Spital voll.

Kind werde schnell müde

«Ich habe gedacht, mir reisst es den Boden unter den Füssen weg», sagt Sabrina Dohr zu Ö1. «Sie ist jetzt in einem Alter, in dem sie das mitkriegt. Sie versteht das, was da passiert. Sie fragt nach, sie hat Angst.» Die Zeit läuft der Familie davon, wie die Zeitung «Heute» schreibt.

Johanna wird bald fünf, die OP sollte aber zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr durchgeführt werden, sagt Johannas Mutter. Ihr Kind werde zudem schnell müde, die Sauerstoffsättigung sei schlecht, jeder Tag des Wartens bedeute ein Risiko. «Deshalb habe ich sie auch vom Kindergarten abmelden müssen. Weil sie es einfach nicht mehr schafft. Ich bin sehr dankbar für jeden Tag, den wir mit unserer Tochter haben», sagt Sabrina Dohr.

50 Prozent der Operationen muss Klinik verschieben

Die Uniklinik Linz müsse derzeit rund 50 Prozent der geplanten Operationen verschieben. Es sei auch nicht auszuschliessen, dass davon auch Operationen für Krebspatienten betroffen seien, sagte der ärztliche Direktor der Klinik, Karl-Heinz Stadlbauer auf Anfrage des ARD-Studios Wien. Österreich befindet sich seit dem 22. November in einem landesweiten Lockdown.

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(lea/heute)

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