BERN: Volle Pisten: Massen von Verletzten in den Spitälern
Aktualisiert

BERNVolle Pisten: Massen von Verletzten in den Spitälern

Spitäler und Rettungsdienste sind im Ausnahmezustand. Das neue Jahr hat mit aussergewöhnlich vielen Unfällen begonnen.

von
Patrick Marbach

Besonders die Spitäler in den Berner Wintersportgebieten sind seit Tagen am Limit: «Wir müssen die Patienten lange warten lassen», bedauert Chefarzt Rudolf Minnig vom Spital Zweisimmen. Es sei deshalb wichtig abzuklären, wer am dringendsten Hilfe benötige: «Leider kommen viele Touristen wegen jeder Bagatelle in die Notaufnahme», sagt Minnig. Am häufigsten verunfallten untrainierte Skifahrer, die ihre moderne Ausrüstung nicht beherrschen würden.

«Bereits seit November müssen wir deutlich mehr Einsätze fliegen als im langjährigen Durchschnitt», sagt Gery Baumann von der Rega. Weil die guten Verhältnisse aussergewöhnlich viele Wintersportler in die Berge ziehen, sei diese Zunahme zu erwarten gewesen. «Deshalb haben wir übers Wochenende in Wilderswil einen zusätzlichen Heli mit einem Rettungsteam stationiert», so Baumann.

Auch die Stadtberner Sanitätspolizei war auf Trab: «Allein in der Silvesternacht hatten wir 45 Einsätze», sagt Kommandant Peter Salzgeber. Nicht etwa die prekären Strassenverhältnisse führten zu Notrufen, sondern Alkohol- und Kreislaufprobleme nach allzu üppigen Fest­essen.

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