Autobranche: Volvo entlässt mehr als 3000 Leute

Aktualisiert

AutobrancheVolvo entlässt mehr als 3000 Leute

Der schwedische Autobauer Volvo entlässt wegen sinkender Nachfrage weltweit mehr als 3000 Mitarbeiter. In Schweden sollen 2000 Bandarbeiter gehen, sowie 700 Leute aus der Verwaltung. Ausserhalb Schwedens soll 600 Leute entlassen werden.

Schon am Dienstag hatte zahlreiche deutsche Autokonzerne Produktionskürzungen wegen der weltweiten Finanzkrise angekündigt. So fahren Opel, Daimler, Ford und BMW ihre Produktion herunter. Volvo gehört zum Ford-Konzern. Der Branchenverband VDA prüft eine Senkung der Absatzprognose. Schon vorher hatte die tschechische VW-Tochter Skoda Produktionskürzungen angekündigt. Massenentlassungen sind nach Angaben der Hersteller aber nicht geplant.

Bei Opel soll das Werk im thüringischen Eisenach drei Wochen stillstehen, im Bochumer Opel-Werk stehen Bänder bereits seit der vergangenen Woche still. Auch Werke in Grossbritannien, Polen und Spanien werden gestoppt. Im grössten inländischen Mercedes-Werk in Sindelfingen beginnen die Weihnachtsferien deutlich früher. Dort stehen die Bänder ab 17. Dezember still. Im Ford-Werk Saarlouis wird auch Produktion gedrosselt, ausserdem werden 204 Zeitarbeiter gekündigt. BMW plant eine Drosselung der Produktion in Europa um 40 000 Autos, betroffen ist auch das Werk Leipzig.

Der deutsche Auto-Branchenverband VDA will angesichts der Kürzungen seine Absatzprognose für das laufende Jahr überprüfen. Genaueres lasse sich aber erst sagen, wenn die Absatzzahlen für Oktober vorlägen, wie der VDA erklärte Im Jahr 2007 war der deutsche Automarkt bereits um 9,2 Prozent auf 3,15 Millionen Neuzulassungen eingebrochen. (dapd)

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