Aktualisiert 04.06.2019 15:38

Weltpremiere

Volvo testet Crash mit Autos und Velohelmen

Volvo und die schwedischen Sportmarke POC führen erstmals Crashtests mit Autos und Velohelmen durch.

von
lab/pd
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Unfälle zwischen Velofahrern und Autos haben oft schwere oder gar tödliche Verletzungen zur Folge. Aus diesem Grund will Volvo solche Unfälle mit Hilfe aktiver Sicherheitssysteme möglichst vollständig vermeiden.

Unfälle zwischen Velofahrern und Autos haben oft schwere oder gar tödliche Verletzungen zur Folge. Aus diesem Grund will Volvo solche Unfälle mit Hilfe aktiver Sicherheitssysteme möglichst vollständig vermeiden.

Volvo
Das Forschungsprojekt von Volvo und POC umfasst verschiedene, eigens entwickelte Crashtests. Sie sind Teil umfangreicherer Untersuchungen zu Verletzungen und deren Langzeitfolgen von Velofahrern.

Das Forschungsprojekt von Volvo und POC umfasst verschiedene, eigens entwickelte Crashtests. Sie sind Teil umfangreicherer Untersuchungen zu Verletzungen und deren Langzeitfolgen von Velofahrern.

Volvo
Während der Tests tragen Crashtest-Dummys Fahrradhelme der schwedischen Sportmarke POC: Montiert auf einem Prüfstand, treffen sie mit verschiedenen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Winkeln auf unterschiedliche Bereiche einer Volvo Motorhaube.

Während der Tests tragen Crashtest-Dummys Fahrradhelme der schwedischen Sportmarke POC: Montiert auf einem Prüfstand, treffen sie mit verschiedenen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Winkeln auf unterschiedliche Bereiche einer Volvo Motorhaube.

Volvo

Unfälle zwischen Velofahrern und Autos haben oft schwere oder gar tödliche Verletzungen zur Folge. Aus diesem Grund will Volvo solche Unfälle mit Hilfe aktiver Sicherheitssysteme möglichst vollständig vermeiden. Die Velofahrer-Erkennung ist Teil des mehrfach ausgezeichneten Volvo City Safety Notbremssystems und nutzt Kameras und Radar, um Velofahrer zu erfassen, den Fahrer auf eine drohende Kollision hinzuweisen und gegebenenfalls eine Notbremsung einzuleiten.

Eigens entwickelte Crashtests

Das aktuelle Forschungsprojekt von Volvo und POC umfasst nun verschiedene, eigens entwickelte Crashtests im Volvo-Sicherheitszentrum in Göteborg. Sie sind Teil umfangreicherer Untersuchungen zu Verletzungen und deren Langzeitfolgen von Velofahrern. Während dieser Tests tragen Crashtest-Dummys Fahrradhelme der schwedischen Sportmarke POC: Montiert auf einem Prüfstand, treffen sie mit verschiedenen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Winkeln auf unterschiedliche Bereiche einer Volvo-Motorhaube. Die Tests basieren auf bestehenden gesetzlichen Prüfverfahren für den Kopfschutz. Auf diese Weise können Volvo Cars und POC einen direkten Vergleich zwischen dem Tragen und dem Nicht-Tragen eines Helmes ziehen.

Bei den bisherigen Testverfahren für Velohelme werden Helme nur aus verschiedenen Höhen auf eine flache oder abgewinkelte Oberfläche fallen gelassen – Velo-trifft-Fahrzeug-Unfälle werden dort nicht berücksichtigt. Volvo Cars und POC wollen solche Tests weiter verfeinern und vorantreiben. Die Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Forschungsprojekt können dazu beitragen, dass POC die Schutzwirkung seiner Helme weiter verbessern kann. Gleichzeitig liefern die Tests auch wertvolle Erkenntnisse für Volvo, die in künftige Fahrzeugentwicklungen einfliessen können.

«Dieses Projekt mit POC ist ein gutes Beispiel für unseren Pioniergeist in Sachen Sicherheit», erklärt Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. «Wir entwickeln oft neue Testmethoden für anspruchsvolle Verkehrsszenarien. Unser Ziel ist es nicht nur, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen oder Ratingtests zu bestehen. Stattdessen entwickeln wir Technik für reale Verkehrssituationen, die die Sicherheit weiter verbessert.»

POC will Vorreiterrolle übernehmen

«Wie bei Volvo steht die Sicherheit im Mittelpunkt unserer Mission. Sie treibt alle unsere Ideen und Innovationen an», erläutert Oscar Huss, Leiter der Produktentwicklung bei POC. «Durch die enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Führungskräften im POC Labor wollen wir bei der Einführung neuer Sicherheitsideen eine Vorreiterrolle übernehmen. Zertifizierungsstandards sind unerlässlich, aber wir sollten stets über diese Parameter hinausblicken, um bessere und innovativere Wege zur Verringerung der Unfallfolgen zu finden.»

In den letzten Jahren hat sich Volvo darauf konzentriert, auch Menschen ausserhalb seiner Fahrzeuge zu schützen. So hat der schwedische Premium-Automobilhersteller beispielsweise im Jahr 2010 ein Notbremssystem mit Fussgänger-Erkennung und im Jahr 2013 mit zusätzlicher Velofahrer-Erkennung eingeführt. Beide Funktionen sind Teil von Volvo City Safety, das in allen neuen Modellen serienmässig zum Einsatz kommt und so die Verkehrssicherheit verbessert.

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