14.09.2016 13:40

Gökhan Inler

Vom Abstellgleis in die Königsklasse

Bei Leicester war Gökhan Inler chancenlos. Das soll sich nun bei Besiktas ändern. Für die Türken spielte der Oltner bereits wieder in der Champions League.

von
hua
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Mehr Ärger als Freude: Gökhan Inler wechselt im Juli 2017 von Meister Besiktas Istanbul zu Basaksehir und will nun in die Nationalmannschaft zurück.

Mehr Ärger als Freude: Gökhan Inler wechselt im Juli 2017 von Meister Besiktas Istanbul zu Basaksehir und will nun in die Nationalmannschaft zurück.

Gökhan Inler wagt im August 2016 in der Türkei einen Neuanfang. Der 32-Jährige wechselt von Leicester City zu Besiktas Istanbul, in das Land seiner Wurzeln. Mit Besiktas darf der Oltner auch wieder in der Champions League mittun.

Gökhan Inler wagt im August 2016 in der Türkei einen Neuanfang. Der 32-Jährige wechselt von Leicester City zu Besiktas Istanbul, in das Land seiner Wurzeln. Mit Besiktas darf der Oltner auch wieder in der Champions League mittun.

AP/Armando Franca
Herber Dämpfer: Im Frühling bekommt der Mittelfeldspieler erstmals seit fast 10 Jahren kein Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft.

Herber Dämpfer: Im Frühling bekommt der Mittelfeldspieler erstmals seit fast 10 Jahren kein Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft.

Keystone/Ennio Leanza

Gökhan Inler spielte in England fast nie, verlor sein Captain-Amt in der Nati und verschwand in der Versenkung. Nun ist der 32-Jährige zurück – zurück auf der grossen Bühne, der Champions League. Mit seinem neuen Verein Besiktas Istanbul absolvierte der Oltner am Dienstagabend sein erstes Champions-League-Spiel seit fast drei Jahren. Das letzte Mal war er für Napoli bei der 1:3-Niederlage in Dortmund am 26. November 2013 in der 62. Minute für Blerim Dzemaili eingewechselt worden.

Am Dienstagabend hatte Inler mit Besiktas viel Glück, dass die Türken in Lissabon nicht verloren. Der ausgerechnet von Gegner Benfica an Besiktas ausgeliehene Brasilianer Talisca schoss mit einem sehenswerten Freistoss (siehe Video unten) in der 93. Minute den 1:1-Ausgleich für Inlers Elf, der über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stand.

Inler ist stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein, das zeigt er auf Twitter:

Für seine Leistung in Lissabon erhält der Ex-Nati-Captain zudem Lob aus der Heimat:

Inler sagte zum Spiel im Estádio da Luz: «Wir haben den Punkt verdient. Wir hätten auch gewinnen können. Wir sind einige Risiken eingegangen, aber schlussendlich sind wir froh, mit einem Punkt zurückzukehren.» Und auf die Frage, was vor dem Freistoss, der zum Tor führte, zwischen den Spielern abgesprochen worden war: «Alle wollten schiessen, aber wir haben uns dann für Talisca entschieden. Fussball ist ein Mannschaftssport, deshalb haben wir uns alle sehr gefreut über das Tor. Wir haben noch fünf CL-Spiele vor uns, es gibt also noch einiges zu tun.»

Erhält der Oltner nach seiner Performance auch nochmals eine Chance in der Nati? Schliesslich muss Granit Xhaka in der nächsten EM-Quali-Partie in Ungarn am 7. Oktober eine Rot-Sperre absitzen. Inler wäre sicher bereit einzuspringen.

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