Kinderspielplatz eingeweiht : Vom Besuch von Roger Federer hatte niemand etwas gewusst  
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Kinderspielplatz eingeweiht Vom Besuch von Roger Federer hatte niemand etwas gewusst  

Die Roger Federer Foundation hat einen naturnahen Spiel- und Pausenplatz in Emmen finanziert, der von seinen Partnern umgesetzt wurde. Zur grossen Überraschung aller Anwesenden weihte der Maestro den Platz höchstpersönlich ein.

von
Daniela Gigor
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Ein gut gelaunter Roger Federer hat am Samstag Emmen besucht. 

Ein gut gelaunter Roger Federer hat am Samstag Emmen besucht. 

Roger Federer Foundation by Marcel Grubenmann
Grund war die Eröffnung eines naturnahen Spiel- und Pausenplatzes. 

Grund war die Eröffnung eines naturnahen Spiel- und Pausenplatzes. 

Roger Federer Foundation by Marcel Grubenmann
Er durchtrennte das rote Band in Anwesenheit von Kindern und Gemeindevertretern und -vertreterinnen. 

Er durchtrennte das rote Band in Anwesenheit von Kindern und Gemeindevertretern und -vertreterinnen. 

Roger Federer Foundation by Marcel Grubenmann

Darum gehts

Einmalige Szenen haben sich am Samstagmorgen bei schönstem Sommerwetter auf dem Schulareal in Emmen Dorf abgespielt. Der Maestro himself, Roger Federer, ist nach Emmen gekommen, um hier erstmals auf Schweizer Boden einen naturnahen Spiel- und Pausenplatz einzuweihen, dessen Realisierung von seiner Roger Federer Foundation und weiteren Partnern unterstützt wurde. «Ich habe mich lange auf diesen Tag gefreut», verrät Federer im Gespräch gegenüber Gemeindevertretern und -vertreterinnen. Er selbst hätte sich in seiner Kindheit auch einen solchen Spielplatz gewünscht, erzählt Roger Federer in seiner Ansprache, die er grösstenteils direkt an die Emmer Schülerinnen und Schüler richtet. «Deshalb wünsche ich euch, dass ihr hier draussen viel Zeit verbringt, ganz viel Spass habt und vieles lernt.»

Im Zentrum steht das Erlebnis und die Auseinandersetzung mit der Natur 

Bei einem naturnahen Spiel- und Pausenplatz steht die Förderung von Kreativität, Gesundheit, Bewegung, Fantasie und vielseitigem, freiem Spiel in Kombination mit Erlebnis und Auseinandersetzung mit der Natur im Zentrum. Wie auf den Bildern zu sehen ist, hatte auch Federer viel Spass bei der Einweihung. So ist der vierfache Familienvater auf fast allen Bildern lachend zu sehen. Er durchschnitt das rote Band und liess sich von den Kindern in ihre Welt entführen. So macht er etwa mit einem Buben Versteckis und beantwortete gut gelaunt die vielen Fragen der Kinder. Auch blinde Kuh spielen stand etwa auf dem Programm. Dafür liess sich Federer eine Augenbinde umbinden. 

Naturnahe Plätze werden häufiger und kreativer genutzt 

Das Projekt in Emmen Dorf ist eines von 31 in der ganzen Schweiz, welches die Roger Federer Foundation unterstützt hat. 69 weitere sollen in einer zweiten Phase hinzukommen. Laut seiner Stiftung haben Kinder, vor allem in urbanen Zentren, kaum mehr Berührung mit der Natur und auf vielen Pausenplätzen würde es immer noch unattraktive, technische Spielgeräte in eintönigen Umgebungen geben. «Kinder brauchen anregende Spiel- und Pausenplätze, um gemeinsam zu spielen, zu lernen, sich auszutauschen, sich auszutoben und zu erholen», schreibt die Stiftung weiter. Das Konzept der naturnahen Spiel- und Pausenplätze hat sich gut bewährt, weil sie häufiger und kreativer genutzt werden.

Schulleitung musste den bevorstehenden Besuch geheim halten 

Federer: «In meiner Kindheit verbrachte ich viele Stunden nach der Schule draussen in der Natur, erlebte mit meinen Spielkameradinnen und -kameraden kleine Abenteuer und vergass auf meinen Entdeckungstouren oft die Zeit. Die naturnahen Spiel- und Pausenplätze sollen diesem kindlichen Grundbedürfnis etwas gerecht werden.» Eine Herausforderung der besonderen Art, dürfte der angekündigte Besuch von Federer für das OK gewesen sein. Für die Schulleitung herrschte nämlich höchste Schweigepflicht, wie die «Luzernern Zeitung» berichtete. Wäre bekannt geworden, dass Federer bei der Einweihung persönlich dabei ist, kann man sich vorstellen, wie viele Personen sich in Emmen auf dem Schulareal eingefunden hätten.

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