Aktualisiert 11.11.2004 10:44

«The Forgotten»Vom Erdboden verschluckt

Julianne Moore auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn: «The Forgotten» ist ein Thriller mit Reizen, aber ohne Logik.

Telly (Julianne Moore) scheint hoffnungslos verwirrt: Sie ist überzeugt, einen Sohn zu haben, doch niemand weiss von einem solchen. Ein psychiatrisches Gutachten ergibt, dass es sich im Fall von Telly um ein Posttrauma einer Fehlgeburt handelt. Doch die gebeutelte Frau glaubt nicht daran und stellt Nachforschungen an. Und siehe da: Sie findet heraus, dass ihr Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Nur: Wieso weiss niemand davon? Plötzlich wird die Suchende zur Gejagten, denn die NSA (Nationaler Sicherheitsdienst) will verhindern, dass Telly weitere Recherchen betreibt. Und – schwupp – verschwinden weitere Personen, wie wenn sie der Erdboden verschluckt hätte.

«The Forgotten» ist ein US-Thriller, der vor nichts zurückschreckt: Das attraktive Thema wird bis zum Unmöglichen strapaziert und gipfelt in einer Erklärung, die einem die Haare zu Berg stehen lassen. Man wähnt sich beinahe – und das ist durchaus positiv gemeint – in einer Verschwörungs-Satire.

Doch die skurrilen Elemente sind dann doch zu spärlich eingesetzt, als dass der Film als Satire durchgehen könnte, und so mag «The Forgotten» unter dem Strich nicht wirklich zu befriedigen.

Benjamin Bögli

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.