Aktualisiert 03.11.2009 22:01

DenkmalschutzVom Grössenwahn der Stadt

Der Denkmalschutz entführt ab Donnerstag in die goldene Vergangenheit der Stadt St. Gallen. Denn vor hundert Jahren befand sich die Stadt im kollektiven Grössenwahn.

von
sas

St. Gallen lieferte die Hälfte des Weltmarkts an Stickereien, was zu enormem Reichtum führte. Man glaubte gar, St. Gallen werde die grösste Stadt der Schweiz, und klotzte dementsprechend. «Das Geld lag auf der Strasse und es wurden regelrechte Paläste gebaut», sagt Martin Schregenberger vom Denkmalschutz. Zeugen dieser Boomjahre sind heute noch zu sehen. Der Denkmalschutz hat etliche Häuser aus dem Jahr 1909 foto­grafiert und stellt die Bilder ab morgen im 1. Stock des Rathauses aus. Dort wird auch die Geschichte St. Gallens weiter­erzählt. Denn auf den Boom folgte der Absturz: Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde 20 Jahre lang kein nennenswertes Haus mehr gebaut.

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