Lustiger Dialekt: Vom «Hitzgi» bis zum «Gummelstunggi»
Aktualisiert

Lustiger DialektVom «Hitzgi» bis zum «Gummelstunggi»

Unsere Leser zeigen sich als Dialektkenner: In 150 Kommentaren haben sie zahllose lustige Ausdrücke zusammengetragen. Wir widmen den besten Mundart-Kuriositäten eine Bildstrecke.

von
jro

Fragt man Schweizer nach den schönsten Dialektwörtern, kommt einiges zusammen. Erstaunlich ist dabei die Vielfalt. Klarer Spitzenreiter ist der Rest vom Apfel. Je nach Gegend kennen ihn unsere Leser als Bitzgi, Güürbsi, Bütschgi, Greübschi, Gigetschgi, Gröitschi oder Bätzgi. Kurios auch die Kartoffel: Leser Hasler aus dem Berner Oberland nennt sie Häärpfel, ein Leser aus Einsiedeln Gummel, ein Rheintaler dagegen Grompera.

Nicht selten führt diese Mundart-Mannigfaltigkeit zu Verständigungsproblemen. So schreibt uns Samantha, wenn ihr Berner Freund mit seiner Familie spreche, verstehe sie manchmal kein Wort: «Huppele (Spinnweben), Tünzi (Delle) und schlufere (schludern) sind nur die Spitze des Eisbergs.»

«Mundart sollte geschützt werden»

Während einige Bedeutungen sich halbwegs erschliessen, zum Beispiel Hitzgi oder Gluggsi, sind andere kaum ohne Dolmetscher zu verstehen. im Sarganserland den Schmetterling als Pipolder oder mancherorts das Taschentuch als Fatzenetli kennt.

Bei aller Vielfalt – zahlreiche Dialektausdrücke sind im Alltag kaum noch gebräuchlich. Einige Leser machen sich darum dafür stark, diese zu bewahren. So schreibt O. Born: «(Mundart-)Sprache ist Identität, ein Teil der Kultur und sollte geschützt werden.» Manu hingegen macht sich keine Sorgen um den Sprachwandel. Er erwartet ein Comeback der Mundart: «Ich nehme das gelassen, jede Bewegung hat ihre Gegenbewegung. Vielleicht werden wir schon in wenigen Jahren unsere Kommunikation wieder öffnen.»

Kennen Sie lustige Dialekt-Wörter, die wir in die Bildstrecke aufnehmen sollten? Verraten Sie sie uns in den Kommentaren.

Deine Meinung