Aktualisiert 17.08.2009 10:13

Südkoreanische Sensation im GolfVom Nobody zum Grand-Slam-Sieger

Y.E. Yang, ein bislang vorwiegend Insidern bekannter südkoreanischer Golfprofi, hat den haushohen Favoriten Tiger Woods an der 91. US PGA Championship in Chaska, Minnesota, um drei Schläge auf den zweiten Platz verwiesen.

Tiger Woods war auf dem schwierigen Par-72-Kurs des Hazeltine Golf Club mit zwei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde gestartet. Zuletzt aber sah er gleich zwei seiner beeindruckenden Serien reissen. Von 2005 bis 2008 hatte er in jedem Jahr mindestens eines der vier Grand-Slam-Turniere gewonnen. Diesmal ging er leer aus, wie zuletzt während seiner einzigen längeren Durststrecke 2003 und 2004. Zum andern hatte Woods alle seine 14 Majortitel gewonnen, wenn er als alleiniger Leader oder als Co-Leader in den Schlusstag gestiegen war.

Dass ausgerechnet einem Nobody diese Sensation gelang, spricht einmal mehr für die Unwägbarkeiten des Golfsports. Yang Yong-Eun, wie der 37-Jährige mit ausgeschriebenem Namen heisst, spielte von Kindsbeinen an Golf, wechselte jedoch erst im ungewöhnlich hohen Alter von 32 Jahren zu den Tourprofis. Nach vier Siegen auf der wenig bekannten japanischen Tour und einem Erfolg auf dem Asien-Circuit wechselte er auf die US PGA Tour, auf der er Anfang März dieses Jahres in Palm Beach Gardens (Florida) seinen einzigen Triumph errang. In der amerikanischen Preisgeld-Rangliste belegte Yang vor der US PGA Championship den 25. Platz, in der Weltrangliste nahm er sogar nur die 110. Position ein. Yang ist nun der erste asiatische Sieger überhaupt in der Geschichte der Majorturniere.

Vor der Schlussrunde des letzten Majorturniers des Jahres hatte auch Vorjahressieger Padraig Harrington nur zwei Schläge hinter Woods gelegen. Der Ire erlebte aber am 8. Loch, einem Par 3, ein Debakel und liess sich acht Schläge notieren. Zuletzt wurde er nur Zehnter.

Den gemeinsamen 3. Platz belegten der Engländer Lee Westwood und der junge Nordire Rory McIlroy. Beide werden als Attraktionen am European Masters in Crans-Montana (3. - 6. September) zu sehen sein.

(si)

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