Crowdfunding-Kampagne – «Vom Reissnagel bis zum VW-Bus wird auf der Plattform alles verschenkt»
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Crowdfunding-Kampagne«Vom Reissnagel bis zum VW-Bus wird auf der Plattform alles verschenkt»

In der Facebook-Gruppe «Will öpper» verschenken 10’000 Nutzerinnen und Nutzer täglich Dinge, die sie nicht mehr benötigen. Nun will der Verein, der hinter der Plattform steckt, eine eigene App lancieren.

von
Dominique Zeier

Mit diesem Spot wirbt der WOP-Verein für sein Crowdfunding.

WOP

Darum gehts

  • Auf der Facebook-Plattform «Will öpper» verschenken Zürcherinnen und Zürcher schon seit vier Jahren Dinge, die sie nicht mehr benötigen.

  • Nun soll daraus eine eigene App werden – unabhängig von Facebook.

  • Um dies zu ermöglichen, wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

  • Gründerin Carla Opetnik erzählt, was hinter dem Projekt steht.

Egal, ob gerade ein Umzug ansteht oder ob man einfach bemerkt, dass man zu viele Sachen zu Hause herumliegen hat – früher oder später muss jeder und jede einmal ausmisten. Häufig finden sich dabei aber Dinge, die man eigentlich nicht mehr braucht, die einem aber zu schade zum Wegwerfen sind. Am liebsten würde man die Sachen verschenken, weiss aber nicht an wen. Dieses Problem will Carla Opetnik lösen.

«Die Idee für eine Plattform, auf der man Dinge verschenken kann, kam uns spontan im August 2017», erzählt die 30-jährige Zürcherin. «Wir wollten es den Leuten ermöglichen, bei sich zu Hause Platz zu schaffen und gleichzeitig anderen eine Freude zu machen. Daher haben wir die Facebook-Gruppe ‹Will öpper› eingerichtet.» Das Projekt sei aber schnell gewachsen und mittlerweile nutzen rund 10’000 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher die Plattform aktiv.

Eigene App durch Crowdfunding

«Darüber freuen wir uns sehr, es ist uns aber schnell klar geworden, dass wir über kurz oder lang von Facebook weg möchten», erklärt Opetnik. «Auf Facebook haben wir keine Rechte an der Gruppe und sind immer von der Plattform abhängig. Wir können auch nur sehr wenig verändern oder auf die Teilnehmenden Einfluss nehmen.» Daher habe man sich dazu entschlossen, die Plattform von Facebook loszulösen und eine eigene App mit Namen WOP zu kreieren.

Carla Opetnik steckt hinter der Geschenke-Plattform.

Carla Opetnik steckt hinter der Geschenke-Plattform.

WOP

«Die Idee zur App haben wir schon länger, denn auf einer eigenen Plattform hätten wir viel mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Wir könnten die App beispielsweise inklusiver machen, was die Sprache angeht oder besser für Sicherheit sorgen», so Opetnik. Um dies zu verwirklichen, hat der Verein WOP ein Crowdfunding-Projekt auf Wemakeit.com gestartet. Ziel ist es, bis zum 27. November 25’904 Franken einzusammeln.

«Mit den Spenden würden wir erst einmal einen Kick-off-Workshop mit unserem Partner-Team, das die App für uns entwickeln wird, finanzieren. Anschliessend fliesst das Geld direkt in die Entwicklung der App», erklärt Opetnik. Bisher konnte der Verein 15’000 Franken einsammeln (Stand 22. November 2021).

Vom Reissnagel bis zum VW-Bus

«Uns ist es wichtig, dass die Kosten so gering wie möglich bleiben», so Opetnik. So sollen Teilnehmende künftig monatlich einen kleinen Betrag bezahlen, um die Plattform nutzen zu können. «Das soll aber nicht mehr sein, als ein Cappuccino kosten würde, damit wir sicherstellen, dass sich alle eine Mitgliedschaft leisten können.» Ein solcher Beitrag soll sich ausserdem auszahlen. «Auf der Plattform wurde schon alles verschenkt – von einem Reissnagel bis hin zu einem VW-Bus. Ich selbst habe beispielsweise mein Klavier über ‹Will öpper› gefunden. Das ist wie Weihnachten das ganze Jahr hindurch», erzählt Opetnik.

So soll die App aussehen.

So soll die App aussehen.

WOP

Ein zusätzlicher Vorteil einer eigenen Plattform stelle die Sicherheit der Daten dar. So soll die App künftig in der Schweiz selbst gehostet werden und auch das diverse Entwicklerteam sei lokal angesiedelt. «Wir verkaufen ausserdem keine Daten, wie Facebook dies tut, und die App wird auch werbefrei bleiben», versichert Opetnik.

«Ich würde mich unglaublich freuen, wenn sich das Projekt finanzieren liesse. Denn ich glaube fest daran, dass eine solche Plattform einen grossen Beitrag leisten kann – sei dies für Leute, die sich sonst solche Dinge nicht leisten könnten oder einfach nur, um verschiedenste Menschen zusammenzubringen», so Opetnik. Das Ziel sei, die Plattform in Zukunft auszubauen und schweizweit zur Verfügung zu stellen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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