Avril Lavigne: Vom Skater-Rock zum «Hello Kitty»-Schock

Aktualisiert

Avril LavigneVom Skater-Rock zum «Hello Kitty»-Schock

Knallbunte Outfits, Dubstep-Beats und ein nichtssagender Text. Avril Lavigne bricht in ihrem neuen Video «Hello Kitty» mit alten Mustern. Und sorgt damit für heftige Diskussionen.

von
scy

Es war einmal ein niedlicher, talentierter Teenager. Er begeisterte um die Jahrtausendwende Musikexperten wie Anhänger des durchschnittlichen Pop-Rock-Genres gleichermassen mit Songs wie «Complicated» oder «Sk8er Boi». Avril Lavigne verkörperte damals das punkige, anarchische und dennoch hübsche Skater-Girl.

Die Strategie hinter diesem Auftreten schien klar: Die junge Kanadierin sollte die Antithese zu den damals dominierenden Mainstream-Phänomenen Britney Spears oder Christina Aguilera sein. Auch wenn Lavigne nie auch nur im Ansatz den Punk im Tank hatte – die Masche funktionierte. Das begeisterte, meist jugendliche Publikum frass der geschickten Marketing-Maschinerie gierig aus der Hand. Alleine die ersten drei Singles des Debüt-Albums «Let Go» verkauften sich über 13 Millionen Mal.

Eine mit Smarties übergossene Elbin

Mit diesem – zumindest gegen aussen – vorgetäuschten Image hat die Avril Lavigne des Jahres 2014 so rein gar nichts mehr zu tun. In «Hello Kitty» bewegt sich die Sängerin mit kichernder Miene durch einen Süsswarenladen, tanzt zu elektronisch-pulsierenden Dubstep-Elementen und sieht in ihrem Asia-Chic-Outfit aus wie eine mit Smarties übergossene Elbin aus «Herr der Ringe».

In den Online-Medien wird heftig über das Video und Avrils optische und innerliche Wandlung diskutiert. «Alles so falsch», schreibt etwa Norbert auf Twitter. Nikki Bottger fragt: «Was ist bloss mit Avril Lavigne passiert?» Wirklich positive Meinungen sind rar.

Nimmt man den Songtitel als Vorlage, mag Avril Lavigne jetzt zwar ein süsses, verschmustes Kätzchen sein. Als rebellische und unzähmbare Wildkatze gefiel sie aber irgendwie besser.

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