30.08.2015 19:33

Vom Sowjet-Kreuzer zur Luxusjacht

Einst diente sie als Spionageschiff. Heute wird der Helikopter-Landeplatz der La Sultana von gutbetuchten Feriengästen genutzt.

von
sei
30.8.2015
Früher war die La Sultana ein Spionageschiff - heute ist sie eine Luxusjacht.

Früher war die La Sultana ein Spionageschiff - heute ist sie eine Luxusjacht.

Mit engen Kabinen haben die Suiten auf der Luxusjacht nichts mehr am Hut.

Mit engen Kabinen haben die Suiten auf der Luxusjacht nichts mehr am Hut.

Ein Outdoor-Jacuzzi gehört zu den Annehmlichkeiten dazu.

Ein Outdoor-Jacuzzi gehört zu den Annehmlichkeiten dazu.

Während des Kalten Kriegs durchkreuzte die Aji Petri den Nordatlantik. Heute schippert sie unter dem edlen Namen La Sultana durch wärmere Gewässer. Denn das einstige Spionageschiff dient heute als Luxusjacht für Gutbetuchte.

Das 65 Meter lange Gefährt hat schon bald 50 Jahre auf dem Buckel: 1962 in der Georgi-Dimitrov-Werft in Varna am Schwarzen Meer ursprünglich als Fähre gebaut, wurde die Aji Petri in den Siebzigerjahren offiziell zum «Forschungsschiff» der sowjetischen Marine. Inoffiziell diente sie zur Spionage.

Suiten, Jet-Ski und Jacuzzi

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die Aji Petri von einer bulgarischen Reederei übernommen und transportierte wieder Passagiere und Güter zwischen Istanbul und Yalta. Erst 2007 wurde das Schiff dann von der marokkanischen Hotelgruppe La Sultana übernommen und in eine Luxusjacht verwandelt. Bis zu 12 Gäste finden in den sieben Suiten Platz.

Auf sechs Decks verteilt findet man ausserdem einen Hammam, einen Outdoor-Jacuzzi, eine grosse Lounge mit Bar – und einen Helikopterlandeplatz. Kleine Details erinnern an die lebhafte Geschichte des 823-Tonnen-Kreuzers.

Für eine stolze Viertelmillion Franken pro Woche kann man La Sultana ab dem kommenden Winter chartern. Immerhin: Tauchgeräte, zwei Jetskis und allerlei andere Annehmlichkeiten sind im Preis inbegriffen. Und natürlich auch die 17-köpfige Crew.

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