Studentenecke: Vom Suchen und Finden der Freiheit
Aktualisiert

StudenteneckeVom Suchen und Finden der Freiheit

Der Wecker klingelt. Es ist fünf Uhr in der Früh. Schlaftrunken und noch etwas verträumt – der letzte Abend wurde mal wieder länger als gedacht – streife ich mir die Sportkleidung über und schwinge mich aufs Fahrrad.

von
Florian Suter

Es geht zum See, wo schon andere Frühaufsteher warten. Gemeinsam hieven wir ein Boot ins Wasser, stossen uns ab und rudern auf spiegelglattem Wasser in die frühmorgendliche Stille.

Genau dieses Gefühl des Loslassens suche und finde ich immer wieder beim Sport. Das Einzige, das dann zählt, ist der Moment sowie das richtige Zusammenspiel von Körper, Wille und Geist. Neben dem kopflastigen Studium geniesse ich diese sportliche Betätigung. Abgesehen davon ist mir die damit verbundene körperliche Fitness ein weiterer Ansporn.

Fast geräuschlos fliegen wir übers Wasser und sind davon total geflasht. Gerade, um diese Lust am Sport zu spüren, ist mir auch Abwechslung sehr wichtig. Ich finde es deshalb spannend, immer wieder neue Sportarten auszuprobieren. Etwas, das mir durch das breite Angebot des Hochschulsports sehr einfach gemacht wird.

Unterdessen sind wir irgendwo mitten auf dem See angelangt, rudern das Boot unbeirrt weiter vorwärts. Fernab von jeglicher Hektik kann ich beim Sport meinen Kopf entleeren, Gedanken ordnen und bin so anschliessend bereit für Neues. Auch ohne Leistungsdruck kann ich mir hier Ziele stecken, um selbst oder im Team weiterzukommen.

Es ist halb acht. Während wir wieder anlegen und das Boot wegräumen, erwacht die Stadt langsam zum Leben. Auf mich wartet die Dusche und ein Frühstück. Gut gelaunt, körperlich und geistig wach, bin ich nun bereit, um mich all den kleineren und grösseren Herausforderungen des studentischen Alltags zu stellen.

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