Aktualisiert 23.11.2018 08:20

LausanneVom Transfersieger zum Spitzenteam

Lausanne ist die Mannschaft der Stunde in der National League. Nun wartet der Meister ZSC Lions.

von
Philipp Muschg
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SCB-Goalie Leonardo Genoni hat Diskussionsbedarf: Lausanne-Verteidiger Robin Grossmann hat ein offenes Ohr.

SCB-Goalie Leonardo Genoni hat Diskussionsbedarf: Lausanne-Verteidiger Robin Grossmann hat ein offenes Ohr.

Keystone/Jean-Christophe Bott
Nach dem ersten Tor des Heimteams werfen die Zuschauerinnen und Zuschauer Plüschtiere auf das Eis.

Nach dem ersten Tor des Heimteams werfen die Zuschauerinnen und Zuschauer Plüschtiere auf das Eis.

Keystone/Jean-Christophe Bott
Es regnet nicht nur Plüschtiere: Lausanne feiert gegen den SCB den achten Sieg in Folge.

Es regnet nicht nur Plüschtiere: Lausanne feiert gegen den SCB den achten Sieg in Folge.

Keystone/Gabriel Monnet

Die Chance, in einem einzigen Match einen Clubrekord zu egalisieren, Tabellenführer zu werden und den Meister zu schlagen: Die Affiche (Freitag, 19.45 Uhr) gegen den ZSC beweist, dass Lausanne der ersehnte Sprung vom Transfersieger zum Spitzenteam endlich gelungen ist.

Exakt vor einem Monat beim 3:4 in Langnau verlor das Team von Ville Peltonen zum letzten Mal, lag gar auf einem Playout-Platz. Seither gab es 8 Spiele, 24 Punkte, 29:11 Tore. Und der Finne beweist bei seinem ersten Job als Cheftrainer, dass er die Jahre als Assistent von Berns Kari Jalonen genutzt hat. «Lausanne spielt genau gleich wie wir», erkannte SCB-Stürmer Sciaroni, nachdem sein Team 1:4 verloren hatte.

Einige erstklassige Spieler

Peltonen brachte Disziplin – und machte aus einer Mannschaft, die letzte Saison die zweitmeisten Strafminuten der Liga kassiert hatte, jene mit den wenigsten. Das war letztes Saison der SCB. Peltonen gibt seinen Spielern viel Vertrauen und kann auf einen Goalie zählen, der nach Fangquote die Nummer 1 der Liga ist. Den hatte letzte Saison der SCB – nur dass Genoni nicht als Absteiger kam wie jetzt Boltshauser.

Und schliesslich hat Peltonen auch erstklassige Spieler. Schon im Sommer kamen Bertschy, Kenins, Grossmann und Boltshauser, im Verlaufe der Saison wurde mit dem US-Schweizer Moy und Emmerton nachgerüstet. Verteidiger Junland ist gar Topskorer der gesamten Liga.

Der Mix stimmt

Günstig ist dieses Personal nicht, doch der Mix stimmt beim ambitionierten LHC. Ein neunter Sieg in Folge würde den Clubrekord seit dem Aufstieg 2013 egalisieren. Doch so, wie die Waadtländer derzeit auftreten, haben sie noch viel höhere Ziele.

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